Eigentlich gab es schon 2017 eine Initiative in diese Richtung, aber jetzt war es soweit: Die Sinnbergschule Bad Kissingen und das Jack-Steinberger-Gymnasium gehören, nach einer erfolgreichen Zertifizierung, in den Kreis bundesweiter Biosphären-Schulen und Biosphären-Kitas. Grundgedanke ist, dass in einem bundesweiten Rahmen mit bestimmten Kriterien Schulen in Partnerschaften eintreten sollten,erklärte Michael Geier, der Leiter der Bayerischen Biosphärenreservatsverwaltung, anlässlich der Überreichung der Zertifikatsurkunden. Dabei seien bestimmte Mindestanforderungen zu erfüllen.

"Die Rhöner brauchten mit ihrem Biosphärenreservat direkt vor der Haustüre auch nicht unbedingt bei Null anzufangen", so der Dienstellenleiter aus Oberelsbach, denn die Idee zu dem Projekt kam aus der Rhön. Seit über 25 Jahren würde hier schon auf verschiedensten Gebieten zusammengearbeitet, und so wurden fünf Themenbereiche für Schulen und Kitas definiert und auch einige Selbstverpflichtungen in die Partnerschaftsurkunden geschrieben nach dem Motto "da können wir in der Rhön noch mehr". Wichtig sei aber auch der Austausch, denn jede Einrichtung habe andere Möglichkeiten, diese Anforderung zu erfüllen.

So erläuterte Schulleiterin Anja Weigand-Hartmann, dass ihre Sinnberg-Schule in Kooperation mit dem Biosphärenreservat Rhön sechs Hochbeete angelegt habe, die von den Klassen 1c, 1b, 1d, 2c, 3c und 4c bepflanzt wurden. "Die Mensa freut sich über eigene Kräuter, die in der Schulküche Verwendung finden und die Frühblüher, die bereits im vergangen Herbst von den Erstklässlern gesetzt wurden, dienen sowohl als Anschauungsobjekte im Heimat- und Sachkundeunterricht und erfreuen zudem durch ihre bunte Farbenpracht." Voller Vorfreude würden die Schüler das Wachstum ihrer Radieschen, Erdbeeren, Tomaten und Kräuter beobachten.

Markus Arneth, der Leiter des Jack-Steinberger-Gymnasiums in Bad Kissingen erklärte, dass durch die Coronapandemie vieles in den Hintergrund getreten sei - nur der Biosphärenschutz sei dafür deutlich in den Vordergrund gerückt und zeige damit, wie wichtig Natur und Heimat sei.

Auch Bad Kissingens Oberbürgermeister Dirk Vogel sagte, dass das Thema "Nachhaltigkeit" gerade durch die Nähe zur Rhön überaus spannend sei, auch in der Anwendung. Michael Geier ergänzte:

Inzwischen haben 27 bayerische Schulen und Kitas Kooperationen mit Biosphärenreservaten abgeschlossen, inzwischen bestehen sogar schon Partnerschaften mit Biosphärenreservaten in Peru und Südafrika.

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