• Körperliche Anzeichen von Überhitzung erkennen
  • nicht alle Treatments gegen Hitze sind gut
  • dem Hund nichts aufzwingen
  • Tagesform des Hundes respektieren

Genau wie bei uns Menschen ist die Hitzeverträglichkeit bei Hunden im Sommer bei jedem individuell. Es gibt Hunderassen, zum Beispiel Bulldoggen, kurzschnäuzige Hunde wie Möpse oder Pekinesen und alle nordischen Rassen, die rassebedingt mehr unter der Hitze leiden, als andere Hunde. Südafrikanischen Hunden, wie zum Beispiel dem Rhodesian Ridgebacks machen die hohen Temperaturen in der Regel wenig aus. Von daher sollte man seinen Hund genau kennen und auch seine Körpersprache diesbezüglich lesen können. Starkes Hecheln, dauerndes Schmatzen, Aphartie und Appetittlosigkeit können bereits Hinweise sein, dass es dem Hund zu heiß ist. Beginnt der Hund etwa bei Spaziergang zu schwanken, zu zittern, eine bläuliche Zunge zu bekommen oder Schaum vor dem Maul zu bilden, sollte man so zügig wie möglich nach Hause gehen. Bei starken Anzeichen, die auf einen Hitzeschlag deuten, sollte schleunigst ein Tierarzt aufgesucht werden. Ist der Hund überhitzt, sollte man ihn als Erste-Hilfe-Maßnahme langsam runterkühlen und im Zweifelsfall ebenfalls einen Tierarzt kontaktieren. Die Kühlung beginnt mit einem feuchten Lappen, mit dem man sich von den Pfoten langsam nach oben arbeitet. Aber Vorsciht: Macht man das zu schnell, kann man den Kreislauf des Hundes schocken und zum kollabieren bringen.

Hunde im Sommer: Der Hitze aus dem Weg gehen

Um gar nicht erst in die heißesten Stunden des Tages zu geraten, ist es sinnvoll, seine täglichen Gassirunden möglichst in den frühen Morgenstunden oder in den späten Abendstunden zu drehen. Ebenso erforderlich ist es, das Gassi-Gehen in der prallen Sonne zu vermeiden. Auch die Dauer des Spaziergangs sollte von der Tagesform des Hundes abhängig gemacht werden.

Fühlt sich der Hund fit und zeigt, dass er Spaß am Gassi gehen hat, geht es ihm augenscheinlich mit den Temperaturen ganz gut. Ist er schlapp und trottet nur hinterher, sollte man den Spaziergang auf das Nötigste beschränken. Vom Laufen am Rad auf viel zu heißen, geteerten Radwegen, ist dringend abzuraten. Bereits ab 18 - 20 Grad kann es für den Hund gesundheitlich kritisch werden. Auch das Mitnehmen im Auto hinter viel zu heißen Heckscheiben sollte zwingend zum Wohle des Hundes vermieden werden.

Soll sich der Hund dennoch bei heißem Wetter auspowern, ist es sinnvoll, mit ihm Schwimmen zu gehen. Auch hier sollte man den Hund zuerst wieder behutsam an den Temperaturunterschied zwischen Wasser- und Lufttemperatur heranführen und sich ihn im Wasser langsam über die Pfoten zum Bauch vorarbeiten lassen. Ist der Hund erst einmal vollends im Wasser, steht einem ausgelassenen Herumtollen nichts mehr im Weg. Strömungsarme Badeorte, wie beispielsweise Weiher oder Seen, sollten zum Schutz des Hundes im Gegensatz zu Flüssen mit starker Strömung bevorzugt aufgesucht werden. Alternativ ist ein Hundepool im Garten eine gute Lösung zur Erfrischung. Tipp: Ein Auto-Schattennetz für den Hund gibt es bei Amazon*.

Die richtige Erfrischung für den Hund: Vorsicht bei Kühl-Gadgets für das Tier

Viele Artikel im Zoofachhandel versprechen den Hundebesitzern, das absolut beste Mittel gegen Hitze beim Hund zu sein. Kritisch zu sehen sind jedoch Artikel, die dem Hund aufgezwungen werden und gegen die er sich nicht wehren kann. Das können beispielsweise Halsmanschetten mit Kühlelementen sein, oder gar ganze Anzüge, die den Hund kühlen sollen. 

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Eine alternative Lösung sind hier spezielle Kühlmatten*. Hier kann sich der Hund im Gegensatz zu den ihm aufgezwungenen Kühl-Gegenständen aussuchen, ob er darauf liegen möchte oder nicht. Dem Hund im Haus kühle Rückzugsmöglichkeiten anzubieten, ist immer vorteilhaft für den geliebten Vierbeiner.

Unterstützt werden kann das kühle Plätzchen von einem Ventilator, solange man den Zug nicht voll auf das Hundebett richtet. Auch das Futter auf mehrere Portionen aufzuteilen, hilft dem Hundekörper, einer übermäßig anstrengenden Verdauung vorzubeugen. Ausreichend kühles, frisches Wasser sollte dem Vierbeiner stets zur Verfügung stehen. Tägliches Bürsten kann helfen, den Hund von überschüssigen Haaren zu befreien. Lese-Empfehlung: Ob du deinen Hund wirklich baden solltest, erfährst du in unserem Artikel. 

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