• Den Hund baden: Wann? Und wie oft?
  • Ist zu häufiges Baden gesund für meinen Hund?
  • Gibt es eine Alternative zum Bad?

Oft wird, gerade bei Rassehunden oder Hunden mit langem Fell, empfohlen, den Hund regelmäßig zu baden. Meistens wird dazu noch ein Spezialshampoo zur richtigen Fellpflege angeraten. Aber tut man seinem vierbeinigen Freund wirklich einen Gefallen, wenn man ihn so oft in die Badewanne steckt - oder provoziert man am Ende gar dermatologische Gesundheitsprobleme bei seinem Hund?

Besser bürsten anstelle eine Bades

Trockener Dreck und Schmutz lassen sich mit speziellen Bürsten, die auf den Fell-Typ deines Hundes abgestimmt sein sollten, hervorragend ausbürsten. Und das meistens sogar rückstandslos! Ist der Hund nass und dreckig, kann man ihn gut mit einem Handtuch trockenreiben und abputzen. Meistens hat man dieses Problem sowieso nur in der kalten und dunklen Jahreszeit.

Bürstest du den Dreck im Fell deines Hundes einfach nur aus, schonst du seine empfindliche Haut. Die Haut des Hundes ist sein größtes Organ, das 24 Prozent seiner Körpermasse ausmachen kann. Die Hundehaut besteht aus drei Hautschichten: Die unterste Schicht ist die Unterhaut, darüber kommt die Lederhaut und ganz oben befindet sich die Oberhaut.

Auf der Oberhaut der Hundehaut befindet sich eine dünne Hautschicht, die sogenannte Hornhaut. Sie schützt vor in die Haut eindringenden Bakterien, Pilzen und Viren, verhindert den Feuchtigkeitsverlust der Oberhaut und leistet auch einen gewissen Widerstand gegen chemische Einflüsse. In der Oberhaut befinden sich außerdem noch unterschiedliche Drüsen, darunter wichtige Talgdrüsen, die die Haut des Hundes mit einem fettigen Sekret geschmeidig machen und auf natürliche Weise das Fell nähren und pflegen.

Zu häufiges Baden zerstört die Hautbarriere des Hundes

Hat man jetzt einen kleinen Eindruck, wie komplex die Haut eines Hundes funktioniert, sollte man sich gründlich überlegen, ob man seinem Hund weiterhin mit zu häufigem und unnötigem Baden einen Gefallen tut, oder einfach lieber bei gründlichem und regelmäßigem Bürsten bleibt. Es gibt kaum einen Hund, der die Bürstenstriche nicht genießt, sobald er daran gewöhnt ist. Baden hingegen löst bei vielen Hunden panische Reaktionen aus. Daher ist es wichtig, dass du in der Badewanne eine Matte oder ein Handtuch auslegst, damit sich dein Hund beim Wegrutschen nicht verletzen kann. Dasselbe solltest du auch vor der Badewanne tun.

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Musst du deinen Hund baden, weil er sich in einem alten Fisch oder in stinkenden Hinterlassenschaften anderer Tiere gewälzt hat, solltest du auf eine angenehme Atmosphäre im Raum achten, damit der Hund nicht noch mehr in Panik gerät. Bei der Wahl des Shampoos ist zu beachten, dass es so hautverträglich und ph-neutral wie möglich sein sollte.

Parfümierte Shampoos oder gar Shampoos für Menschen zerstören die natürliche Hautbarriere des Hundes für eine ganze Zeit lang. Das bringt Juckreiz, eine erhöhte Bakteriendichte, Schuppen oder gar Fellverlust mit sich. Badet man seinen Hund regelmäßig mit den falschen Mitteln, wird der Hund dauerhafte, medizinische Haut- und Fellprobleme bekommen. Musst du deinen Hund nicht aus Gründen der Schönheit baden, sondern weil er krank ist und deshalb regelmäßig Bäder braucht, solltest du dich von einem Tierarzt beraten lassen.

Ob du deinen Hund nach dem Baden föhnst, ist vom Typ deines Hundes abhängig. Hat er Angst vor der Lautstärke des Föhns und ist zudem auch noch kurzhaarig, solltest du auf das Föhnen verzichten. Ist er langhaarig und neigt schnell zu Verfilzungen, sollte beim Föhnen zumindest darauf geachtet werden, dass es nicht zu heiß und zu laut für ihn wird.

 

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