• Trockene Haut: Welche möglichen Ursachen gibt es?
  • Wann sollte man zum Arzt gehen?
  • Was lässt sich am besten gegen trockene Haut tun? 

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und besonders anfällig für Trockenheit. Vor allem jetzt, da die Temperaturen sinken und der Winter vor der Tür steht, wird die Haut oft gereizt und ausgetrocknet. Manchmal ist es gar nicht so leicht, festzustellen, wie es dazu kommt und was man dagegen tun kann. Wir zeigen dir Tipps und Tricks, mit denen du deine Haut nachhaltig schützen kannst. 

Trockene Haut: Das sind mögliche Ursachen

Um trockener Haut richtig entgegenzuwirken, ist es essentiell, den Grund dafür zu kennen. Die Liste der möglichen Ursachen ist lang. Infrage kommen können beispielsweise:

  • äußere Einflüsse: Kälte, Hitze, Sonne, Wasser, zu viel oder falsche Kosmetikprodukte, Kleidung, Putzmittel
  • innere Einflüsse: Schwitzen, zu geringe Flüssigkeitszufuhr, Rauchen, Alkohol, Stress, hormonelles oder psychisches Ungleichgewicht 
  • Hautkrankheiten: Neurodermitis, Kontaktekzeme, Schuppenflechte, Ichthyosen  
  • Sonstige Erkrankungen: Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes mellitus, Mangelernährung 
  • Medikamente: Kortison, Wasser-ausschwemmende Mittel, Chemotherapie 

Doch auch gegenwärtige Lebensumstände wie beispielsweise Alter, Stress oder Ernährung können das Wohlbefinden der Haut beeinflussen. 

Trockene Haut im Alter und bei Kindern

Je älter die Haut wird, desto mehr trocknet sie aus. Grund dafür ist die Tatsache, dass sich der gesamte Körper im fortschreitenden Alter verändert. Nach mehreren Jahrzehnten wird die Haut beispielsweise nicht mehr so gut durchblutet wie früher, die verschiedenen Hautschichten und -gefäße bauen ab und der ph-Wert steigt an. Ältere Haut bedarf daher besonders viel Aufmerksamkeit sowie einer ganzheitlichen medizinischen Behandlung. 

Aber nicht nur alte, auch junge Haut ist sehr sensibel und anfällig für Trockenheit. Schließlich müssen sich Pigmente, Drüsen und Säureschutzmantel erst noch entwickeln. Erst im Alter von sechs Jahren ist die Haut vollständig ausgebildet. Kinder sollten daher schonend gebadet werden, nur mit sanften Pflegeprodukten in Berührungen kommen und ausreichend vor Sonne geschützt sein. 

In den ersten und letzten Lebensjahren ist die menschliche Haut also besonders empfindlich. Dann kommt es häufig vor, dass sich trockene Haut von einem vorübergehenden zu einem chronischen Problem entwickelt. Tipp: Ob Vitamin D ein Wundermittel gegen rissige und trockene Haut ist, klären wir in unserem Artikel. 

Trockene Haut: Wann sollte man zum Arzt?

Nicht in jedem Fall von trockener Haut ist medizinische Unterstützung erforderlich. Unbedingt zum Arzt gehen solltest du aber, wenn 

  • die Symptomatik neu oder schlimmer geworden ist 
  • neben Trockenheit noch weitere Hautprobleme hinzukommen wie Schmerzen, Jucken, schuppige Stellen, Rötungen oder sonstige Ausschläge 
  • du ein neues Medikament einnimmst 
  • zusätzliche Beschwerden auftreten, etwa Haarausfall, Gewichtsveränderungen, Durst, Kopfschmerzen, Übelkeit, innere Unruhe oder sonstige Symptome 

Nach der Untersuchung kann dich dein Hausarzt oder deine Hausärztin zum entsprechenden Fachpersonal weiterleiten. Je nach Ursache kommen dafür beispielsweise Fachärzte wie Dermatologen, Internisten, Endokrinologen oder Psychologen infrage.

Trockene Haut: So findest du die richtigen Pflegeprodukte

Jeder Fall von trockener Haut sollte behandelt werden. Stecken Ursachen dahinter, die keine medikamentöse Therapie erfordern, gibt es ein breites Spektrum an Cremes und Hausmitteln, die das Problem mildern können. Doch welche Produkte eignen sich dafür? 

Zuerst sollte man herausfinden, was der Haut fehlt: Feuchtigkeit oder Fett. Einen Mangel an Feuchtigkeit erkennt man daran, dass die Haut juckt und spannt oder sich wie Sandpapier anfühlt. Dagegen hilft, weniger häufig zu duschen und schonende Pflegeprodukte zu verwenden.

Im Gegensatz dazu ist die Haut bei einem zu geringen Fettgehalt häufig rau, rissig oder schuppig. Dann lohnt es sich, nach der richtigen Creme zu suchen, die individuell aus drei verschiedenen Komponenten zusammengesetzt sein sollte: Öle* (zum Beispiel aus Mandeln oder Soja), Fette (zum Beispiel Lanolin) und bindende Feuchtigkeitsspender (zum Beispiel Milchsäure oder Aloe vera). Mehr Informationen zur richtigen Körper-Creme* findest du in unserem Artikel zum aktuellen Bodylotion-Test von Öko-Test.

Trockene Haut: Behandlung und Vorbeugung

Wenn du weißt, was deiner Haut fehlt, kannst du der Trockenheit gezielt entgegenwirken. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn bei dem großen Angebot an Cremes, Lotions* oder Pflegeölen verliert man schnell den Überblick. Bisher gibt es noch keine ausreichenden Studien dazu, wie Pflegeprodukte idealerweise zusammengesetzt werden sollten. Trotzdem kann ein Blick auf die Zutatenliste dabei helfen, die Creme zu finden, die zu dir passt. 

  • Pflanzliche Öle helfen vor allem an den Händen dabei, die Haut elastisch zu halten. 
  • Vitamine stärken die Hautbarriere und schützen so vor äußeren und inneren Risikofaktoren. Besonders wirksam sind Vitamin C, Vitamin A und Vitamin E.
  • Natürliche Inhaltsstoffe sind auf jeden Fall ein Muss, denn künstliche Aromen, sowie Duft- oder Konservierungsstoffe schaden der Haut eher, als sie zu regenerieren. 

Ähnliches empfiehlt sich bei der Ernährung - denn auch diese spielt bei der Hautpflege eine wichtige Rolle. Ratsam ist es, ausreichend zu trinken, viele Vitamine in Form von Obst und Gemüse aufzunehmen und wenn möglich auf Fertigprodukte zu verzichten. Lese-Empfehlung: Schützt Beta-Karotin vor Sonnenbrand? Das erklären wir in unserem Artikel. 

Fazit: Das kannst du bei trockener Haut tun

Auch wenn Ursachen und Symptome trockener Haut ebenso unterschiedlich sein können wie die Gruppe der betroffenen Personen, ist die Behandlung erstaunlich unkompliziert.

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Denn das einzige wirklich effektive Mittel lautet: Cremen, Cremen, Cremen. Nur indem du deine Haut ausreichend mit Feuchtigkeit und natürlichen Pflegeprodukten versorgst, kannst du Trockenheit behandeln oder vorbeugen. 

Selbstverständlich ist es dennoch wichtig, die jeweilige Ursache zu erkennen und gegebenenfalls mit ärztlicher Unterstützung zu behandeln - denn schließlich können auch ernsthafte Krankheiten dahinterstecken. Eine ganzheitliche Versorgung ist daher der Schlüssel zu einer gesunden und strahlenden Haut.

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