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Bad Neustadt an der Saale
Handball

Der HSC lässt sich in Leutershausen nicht hängen

Gegen das Spitzenteam der SG Leutershausen wollten die Rotmilane unbedingt punkten. Das gelang fast.
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SG Leutershausen - HSC Bad Neustadt 24:21 (10:12).

Der HSC ergibt sich nicht kampflos seinem Schicksal. Das ist die gute Nachricht von einem Auswärtsspiel, von dem er fast mit zwei Punkten zurückgekehrt wäre. "Einer wäre allemal verdient gewesen", sagte Trainer Frank Ihl. Doch die Überraschung blieb aus, "weil bei uns in den Schlussminuten doch etwas die Kräfte ausgegangen sind und wir meiner Ansicht nach von den Unparteiischen klar benachteiligt wurden".

Die Bad Neustädter wehrten sich vom Anpfiff weg, gerieten zwischen der 5. und 10. Minute aber erstmals deutlicher in Rückstand (5:2). Immerhin schaffte Vilim Leskovec den Ausgleich zum 6:6. Doch nach einer frühen Auszeit erarbeiteten sich die Gastgeber in Überzahl (Zeitstrafe Franziskus Gerr) wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung.

Die HSCler blieben immer dran und wendeten kurz vor dem Seitenwechsel das Blatt. Zunächst überlistete Gerr den SG-Keeper zum 10:10, ehe Krisztian Galli mit zwei verwandelten Strafwürfen für den überraschenden Pausenstand sorgte.

"Die Halbzeitführung hatten wir insbesondere unserer guten Abwehrarbeit zu verdanken; wir gingen aggressiv zur Sache und hätten noch höher führen können, wenn uns bis dahin nicht zwei oder drei leichte Fehler unterlaufen wären", sagte Ihl.

Die Gastgeber boten in Hälfte zwei mit Sven Schreiber einen frischen Rückraumakteur auf, der sofort zweimal traf. Doch zum Ausgleich reichte es nicht, weil Benedikt Kleinhenz und Maximilian Drude den Zwei-Tore-Vorsprung stabil hielten. Als Gary Hines fürs 17:15 sorgte, war die HSC-Welt noch heil (41.). Doch ohne erkennbaren Anlass kam es zum Bruch im Offensivspiel. Wenn abgeschlossen wurde, waren die Würfe zu unplatziert. Die Hausherren nutzten die zehnminütige Angriffsflaute und verwandelten den Zwei-Tore-Rückstand in eine Drei-Tore-Führung (20:17).

Durch Treffer von Ioannis Fraggis, Leskovec und Jure Fistonic kämpften sich die Gäste zurück (20:20), doch damit war für einige Minuten ihr Pulver verschossen. Dann setzten die Unparteiischen nach dem 21:20 für die SG Benedikt Kleinhenz auf die Sünderbank. "Außerdem verweigerten sie uns zwei klare Siebenmeter, die sie auf der Gegenseite unverständlicherweise pfiffen", ärgerte sich Ihl. Leutershausen erhöhte auf 23:20; nach dem Treffer von Drude zum 23:21 markierte SG-Kapitän Niklas Ruß, den Schlusspunkt.

"Diese Niederlage gegen ein Top-Team der Liga ist bitterer als viele andere zuvor", resümierte Ihl, "denn die Mannschaft hat über weite Strecken auf Augenhöhe agiert, ist aber nicht belohnt worden". Treffer für den HSC: Vilim Leskovec (6), Gary Hines (5/2), Krisztian Galli (3/3), Maximilian Drude (2), Franziskus Gerr (2), Benedikt Kleinhenz (1), Ioannis Fraggis (1), Jure Fistonic (1).