In der zweiten Liga steht der Club nach neun Spielen auf Platz sieben, hat auf Platz drei noch vier Zähler Abstand. Sportlich also eine bislang durchwachsene Saison für den ambitionierten Verein um Cheftrainer René Weiler. Dürftig ist dagegen die finanzielle Lage, um die sich seit September Finanz-Vorstand Michael Meeske kümmern muss. Er blickt mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. "Auch wenn der Jahresabschluss noch nicht feststeht, müssen wir aufgrund der nicht eingetretenen Erwartungen mit einem Verlust rechnen", erklärt er dem Sportbusiness-Magazin "Sponsors". Auf bis zu zwei Millionen Euro könnte sich das Minus in den Kassen dieses Jahr belaufen, heißt es aus Vereinskreisen.

Mögliche Gründe für die roten Zahlen: In der 2. Liga gibt es weniger TV-Gelder und auch Sponsorenzahlungen fallen geringer aus. Zudem sei der Club-Kader laut Sport-Vorstand Andreas Bornemann aktuell zu teuer. Schon vor Monaten hörte man aus dem Aufsichtsrat, dass der Club mit die höchsten Gehälter der 2. Liga bezahlen würde. 35 000 Euro Monatsgehalt soll auch für Ergänzungsspieler drin sein.

Vorstand Meeske will nun gegensteuern, sagt zur gegenwärtigen Lage: "Die Erstligajahre der jüngsten Vergangenheit prägen zum Teil noch die Aufwandsstrukturen, was die Situation herausfordernd macht, beziehungsweise bei mittelfristigem Verbleib in Liga zwei entsprechende Anpassungsmaßnahmen erfordern würde."
Zuletzt hatte der Club übrigens einen Jahresüberschuss von 409000 Euro erzielt, der Umsatz lag bei 64,4 Millionen Euro. Über die vergangenen vier Jahre wurde ein Gewinn von insgesamt knapp 9,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Trotzdem wies der 1. FCN zum Stichtag am 30. Juni 2014 noch immer ein negatives Eigenkapital von 1,18 Millionen Euro auf.

Der Altmeister aus Franken wird seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2014/15 auf der Mitgliederversammlung am 11. Oktober präsentieren.