"Bei uns herrscht Aufbruchstimmung", führte SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jochen Körner stimmungsvoll in die Aufstellungsversammlung für den SPD-Bürgermeisterkandidaten Stephan Arndt und die Bewerber für den Gemeinderat ein. Und angesichts des voll besetzten großen Saals des Bürgerhauses befand Egon Neder, Vorsitzender des Ortsvereins Unterlangenstadt, mit Freude: "Wie in alten Zeiten. Das zeigt, dass es an der Basis klappt."

Für die Liste der Bewerber für den Gemeinderat stelle der SPD-Ortsverein Kandidaten aus allen fünf Ortsteilen, informierte Körner. "Der Gemeinderat soll ein Spiegelbild der Gesellschaft sein", stellte er heraus. "Alte, Junge, Frauen und Männer. Dem haben wir mit unserer Liste Rechnung getragen." Das unterstreicht der Ortsverein mit einer Gemeinderatsliste, die ein Durchschnittsalter von 45 Jahren aufweist und in der alle Alters- und Berufsgruppen sowie fünf Frauen vertreten sind.

"Wir wollen um den Bürgermeisterposten mitkämpfen und die absolute Mehrheit der CSU im Gemeinderat brechen", appellierte Körner.

Videobotschaft vom MdB

Neben einigen Großprojekten in der Gemeinde stünden in den Ortsteilen viele kleinere Maßnahmen an, sagte er. Diese wolle man nicht vergessen und daran mitwirken. MdB Andreas Schwarz hatte eine Videobotschaft geschickt.

In seiner persönlichen Vorstellung ließ Stephan Arndt (33 Jahre) wissen, dass er in Küps aufgewachsen ist und mit seiner Lebensgefährtin Clarissa seit neun Jahren in Redwitz wohnt. Sie fühlen sich in der Gemeinde sehr wohl, und er konnte sich ziemlich zügig als Gründungsmitglied des Bürgervereins integrieren. Kurze Zeit später übernahm er den Vorsitz und hat seitdem viele positive Entwicklungen in Redwitz vorangebracht. Beruflich ist er in einer Firma als stellvertretender Abteilungsleiter tätig. Hier unterliegt ihm im Führungsbereich die Verantwortung von 43 Mitarbeitern. Seit fünf Jahren wirkt er im Betriebsrat als auch als Wirtschaftsausschussvorsitzender im Unternehmen mit. Zusätzlich steht er als Mitglied im Bildungsausschuss für die Qualifikationen und Schulungspläne zur Seite. Seit knapp zwei Jahren besucht er zur Aus- und Weiterbildung die IHK in Bamberg und wird diese zu Beginn 2020 als Industriefachwirt beenden.

Als Schwerpunkte im Wahlprogramm nannte er Transparenz, Offenheit und Ehrlichkeit. Er stelle sich eine Verbesserung der Informationspolitik der Gemeinde vor und wolle regelmäßige Bürgersprechstunden entwickeln. Weiter nannte er die Förderung des "Wir"-Gefühls und die Integration neuer Mitbewohner in der Gemeinde. Er wolle das Vereinsleben fördern und mitgestalten und noch etwas mehr Kreativität einbringen. Die Ortsentwicklung sah er als weiteren Schwerpunkt. Er forderte die Standortsicherung der Schule, den Neubau der Turnhalle und das Schwimmbad mit der geplanten Sanierung. Im Zuge des Ausbaus der B173 sollten Einkaufsmöglichkeiten geschaffen und die Infrastruktur ausgebaut werden. Für Familien, Kinder und Senioren möchte Arndt die Schaffung von Wohnraum und Barrierefreiheit vorantreiben. Die Kandidaten: Stephan Arndt (Listenplatz 1), Jochen Körner (2), Egon Neder (3), Christian Hennig (4), Erik Friedlein (5), Lukas Busch (6), Karin Maschik (7), Gisela Backert (8), Siegfried Wiegandt (9), Britta Commandeur (10), Frank Neder (11), Sonja Pfeiffer (12), Christopher Schmidt (13), David Herrmann (14), Regina Ehnes (15), Günter Friedlein (16). Ersatzkandidaten sind Ruth Wiegandt und Vanesse Balke.che