Die 250 Vermieter in Bad Staffelstein sind auf Online-Buchungsportalen kaum vertreten, nur etwa drei Prozent von ihnen nutzen diesen Vertriebsweg - und das sind oft nur die großen. Doch wer hier nicht dabei ist, könnte künftig Probleme bekommen: "Über 50 Prozent der Reisen werden inzwischen online gebucht", sagt Michael Braun, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Ostbayern. Im Tourismusausschuss stellte Braun ein Online-Buchungssystem vor, das eine Tochterfirma des Tourismusverbandes entwickelt hat. Ziel war, auch Vermietern mit wenigen Zimmern oder Ferienwohnungen einen Zugang zu diesem Markt zu schaffen, der stark wächst. Das Prinzip ist einfach: Die Firma hat Rahmenverträge abgeschlossen mit großen Buchungsportalen und bietet die Optionen gebündelt an. Die Software lässt sich auch auf Online-Auftritten wie der Stadt Bad Staffelstein einbinden oder der Internetseite des Vermieters. Bislang kann man auf der Homepage der Stadt bei 100 Vermietern feststellen, ob Zimmer oder Ferienwohnungen frei sind, aber man kann nicht direkt buchen. Laufende Kosten entstehen den Vermietern nicht, sie zahlen nur, wenn erfolgreich eine Vermittlung stattfand. "Und da auch nicht mehr, als würden sie direkt mit den Portalen abrechnen", sagt Braun. Im Ausschuss stieß das System auf viel Zustimmung. Nun will man unter anderem prüfen, ob andere Gemeinden im Landkreis mit dabei wären, damit man ein einheitliches System verwendet.