Concept Laser zieht nach Seubelsdorf und belegt dort praktisch die gesamte freie Fläche im Industriegebiet an der Autobahn. Die Robert Hofmann GmbH baut in Schney neue Fertigungshallen für 15 Millionen Euro, erst Mitte Mai fand der Spatenstich statt, und auch die Siegfried Hofmann GmbH expandiert.
Neue Schilder mit einem neuen Slogan fallen einem auf, wenn man von der B 289 alt in das Industriegebiet in Schney abbiegt. Dahinter steht nicht nur eine optische Auffrischung des Firmenauftritts. Ein grünes "O" leuchtet im Firmennamen, darunter steht "Ihr Impulsgeber".
Wer im Internet die Homepage www.hofmann-innovation.com aufruft, findet einen Hinweis darauf, was sich verändert hat. Bislang traten die beiden Familienunternehmen Robert Hofmann und Werkzeugbau Siegfried Hofmann gemeinsam unter einer Dachmarke auf. Doch nun gehen sie getrennte Wege, aber nur in der Präsentation nach außen. "Intern bleibt die gute Zusammenarbeit der Betriebe weiter bestehen wie bisher", sagt Firmensprecher Bastian Girg.


Kräftiger Zuwachs

Doch warum dieser Schritt? Einst war sogar Concept Laser mit dabei, sagt Girg. Man wolle sich stärker differenzieren. Dahinter steht bei beiden Firmen eine erfreuliche Entwicklung. Werkzeugbau Siegfried Hofmann wächst überdurchschnittlich. 2012 beschäftigte man noch 231 Mitarbeiter, in diesem Jahr hat man inzwischen die Schwelle von 350 überschritten. Das ist ein Anstieg von 50 Prozent in nur fünf Jahren. Ähnlich verläuft die Entwicklung bei der benachbarten Firma Robert Hofmann. Auch hier arbeiten inzwischen 300 Angestellte.
Anders gesagt: Jede der beiden Hofmann-Firmen ist heute fast so groß, wie noch vor einigen Jahren beide Unternehmen zusammen.
Um nun auch nach außen besser zeigen zu können, wofür jedes Unternehmen steht, gibt es jetzt jeweils eigene Homepages. Hofmann - ihr Möglichmacher, nennt sich nun die Robert Hofmann GmbH - und trägt ein blaues "O" im Namen.
Worin unterscheiden sich nun die beiden Betriebe? Die Robert Hofmann GmbH ist Spezialist dafür, Bauteile als Prototypen oder in Kleinserie zu liefern. Marktführer ist man in der 3D-Drucktechnik. Aktuell besitzt man 15 dieser Maschinen.
Siegfried Hofmann ist Spezialist für den Werkzeugbau. Das sind Gussformen für Plastikteile in der der Industrie. Hier besitzt die Firma jahrzehntelange Erfahrung.
Doch inzwischen werden zwei weitere Bereiche immer wichtiger: Im Maschinenbau verzeichnet man deutliche Zuwächse. Waren hier vorher etwa 15 Prozent der Mitarbeiter beschäftigt, sind es aktuell 25 Prozent. Ein großer Auftraggeber ist Concept Laser, der hier seine Geräte vormontieren lässt.
Dazu kommt die Verbindung zu Forschungsinstituten. "Wir beschäftigen dafür extra eine einen Mitarbeiter", sagt Girg.
Mit dem neuen Auftritt will man es auch Interessenten erleichtern, sich ein Bild vom Unternehmen zu machen - und damit als Arbeitgeber attraktiver zu werden. Nicht nur Concept Laser wird in den nächsten Jahren viele neue Mitarbeiter brauchen, auch Siegfried Hofmann will auf Expansionskurs bleiben. "Deshalb waren wir erstmals vor einigen Wochen auf einem Informationstag der Universität Erlagen", sagt Girg. Mit Erfolg? "Es kamen schon erste Bewerbungen." Manchmal, so lacht er, habe man den Studenten aber schon noch erklären müssen, dass Lichtenfels nicht eine Art Vorort von Erlangen sei, den man in ein paar Minuten erreichen könne. Auch mit Veranstaltungen wie dem "Tag der offenen Tür" wolle man mehr Aufmerksamkeit für das Unternehmen bekommen. Werkzeugbau Siegfried Hofmann hat sich noch mehr vorgenommen: "Wir wollen die beiden Bereiche Werkzeug- und Maschinenbau stärker miteinander verknüpfen."


Bereiche verknüpfen

Dann sollen aus Schney nicht nur die Gussformen, sondern auch die Peripherie kommen, die man für die Fertigung braucht und der Kunde ein System aus einer Hand erhalten.