In die Jahre gekommene ist das Ehrenmal auf dem Friedhof. Nun wird es grundlegend saniert. In seiner jüngsten Sitzung unternahm der Bauausschuss eine Ortsbesichtigung. Bürgermeister Helmut Fischer (CSU) erinnerte daran, dass die Anlage 1959 eingeweiht wurde. Renoviert wurde es 1984/85 und befindet sich nun, 28 Jahre danach, in einem sehr schlechten Zustand.
Grundsätzlich soll, wie der Bürgermeister ausführte, die Fläche zwischen den Ehrengedenktafeln an der Stirnseite des Ehrenmals und den Treppen hinauf verkürzt werden. Die alten Waschbetonplatten werden durch neue Platten ersetzt, und die Stufen und beiden Steinfiguren einer Sandstrahlung unterzogen. Ebenso werden die Schriften der Gedenktafeln restauriert.

Nach fachkundiger Meinung von Gemeinderat und Gärtnermeister Karl Nemmert (CSU) sollen dabei die äußeren Hecken, Sträucher und Mauern beseitigt und eine neue Hecke tiefer eingesetzt werden, die dann nach oben wachsen kann. Einen Beschluss dazu fasste der Bauauschuss allerdings noch nicht. Dies dürfte erst in einer künftigen Sitzung anstehen. Bis dahin will die Gemeindeverwaltung Angebote einholen und Details klären. Ein Augenmerk soll dabei auch der das Ehrenmal umgebende Grünfläche gelten. Diese soll - unter anderem mit Bäumen - neu gestaltet werden.

Aus der Ortsgeschichte

Wenn man in der Michelauer Ortschronik zurückblättert, hatte die Gemeinde Michelau in der Vergangenheit bereits verschiedene Kriegerdenkmäler. Das erste wurde nach dem Krieg 1870/71 zwischen Kirche und dem heutigen Rathaus 1890 errichtet. Ein zweites Kriegerehrenmal wurde am 12. November 1922 eingeweiht. Nach dem Zweiten Weltkrieg entschied man sich, das Ehrenmal an einem anderen Standort, nämlich am Friedhof, zu errichten. Bereits am 11. Dezember 1957 vergab man den Auftrag für die beiden heute noch das Denkmal dominierenden Plastiken für 4500 DM an den örtlichen Bildhauer Friedrich Steiner. Schließlich konnte die insgesamt 40 500 DM kostende Gedenkstätte, die dritte im Ort, am 31. Mai 1959 in einer Feierstunde eingeweiht werden (Quelle: "800 Jahre Michelau in Oberfranken" von Herbert Perzel). 1964 wurden Plattenbelag und Schrift überholt, und 1966 das Denkmal saniert. Die Schrifttafeln ersetzte man durch Bronzetafeln, das Holzkreuz durch eines aus Metall, gefertigt von Schlossermeister Otto Schardt. Auf den seitlichen Pylonen wurden die Jahreszahl der beiden großen Kriege angebracht und Haken für Kränze eingelassen. 1985 wurde das gesamte Ehrenmal einer gründlichen Renovierung unterzogen. Nun steht eine Generalsanierung an. Ha/pp