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Schwürbitz
Beschilderung

Kanufahrer "macht die Welle" im Main

Am Mainufer bei Schwürbitz wurde die neugestaltete Hinweistafel "Die Gelbe Welle" Wassersportler angebracht
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Die neue Hinweistafel "Die Gelbe Welle" für KanufahrerHorst Habermann
Die neue Hinweistafel "Die Gelbe Welle" für KanufahrerHorst Habermann

Nachdem am rechten Schwürbitzer Mainufer eine Hinweistafel "Die Gelbe Welle" für Kanufahrer "Schwürbitz 438,3" angebracht worden war, konnte man in der Bevölkerung wenig damit anfangen. Ebenso zeigten sich die Mitglieder der Vereinsgemeinschaft "Förderung Kulturgut Schwürbitz am Main" darüber verwundert.

Horst Habermann fragte in der jüngsten Gemeinderatssitzung nach der Bedeutung der neuen Hinweistafel. Daraufhin wurde mit der Gemeindeverwaltung von Michelau eine "Recherche" vorgenommen: Demnach ist das Schild in Schwürbitz eine Informationstafel für Kanufahrer.

Wasserwanderwege

Es geht um Wasserwanderwege auf dem Main. Zuständig dafür ist das "Flussparadies Franken". Die Stellen, an der die Hinweistafeln in Michelau und Schwürbitz aufgestellt wurden, sind von "Flussparadies Franken"-Geschäftsführerin Anne Schmitt und der Flussmeisterstelle Lichtenfels ausgesucht worden, da diese vom Wasser aus zu sehen sein sollen. So lautet die Information aus dem Rathaus Michelau.

Anlegestellen

Telefonisch erfuhr Habermann von Schmitt, dass das Schild Teil der sogenannten "Gelben Welle" ist, die entlang des gesamten Mains die festgelegten Anlegestellen für Kanufahrer kennzeichnet. Die Schilder sind entlang des gesamten Mains gleich. Es fehlt jetzt nur noch der Abschnitt im Landkreis Bamberg.

Alle Informationen zum Wasserwanderweg Main gibt es unter www.main-wasserwandern.de. Die eindeutige und gut sichtbare Kennzeichnung der Ein- und Ausstiegsstellen soll einerseits den Kanufahrern helfen, sich auf dem Fluss gut zurecht zu finden, andererseits auch die Orte entlang des Mains für die Kanufahrer "sichtbar" machen. Und die Beschilderung soll auch dem Naturschutz dienen, damit nicht jeder sich seine eigene Anlegestelle sucht.

Das "Flussparadies Franken" (www.flussparadies-franken.de) hat als überregionaler Verein für die Gemeinden an Main und Regnitz das Projekt mitentwickelt. Die Schilder wurden vom Landkreis Lichtenfels finanziert. Die Aufstellung der Schilder erfolgt dann durch die Bauhöfe der Gemeinden. Genauere Informationen dazu bekommt man auch bei Andrea Musiol voder Touristinformation Obermain.Jura des Landkreises Lichtenfels,

Das Gesamtprojekt wird nach Auskunft der "Flussparadies Franken"-Geschäftsführerin Anne Schmitt noch öffentlich präsentiert. Es gibt auch ein Faltblatt, auf dem alle wichtigen Informationen zum Kanufahren auf dem Obermain dargestellt sind. Dieses Faltblatt wird auch im Rathaus Michelau erhältlich sein, beim Landratsamt in Lichtenfels oder direkt beim "Flussparadies Franken". Schmitt gab ihrer Freude Ausdruck, dass nun auch in Schwürbitz die Tafel endlich steht. Es sei ein langer Weg gewesen.

Verblichener Vorgänger

Habermann, der sich als Schriftführer der Vereinsgemeinschaft Förderung Kulturgut Schwürbitz am Main engagiert, informierte "Flussparadies Franken"-Geschäftsführerin Schmitt darüber, dass bereits im April 2004 die frühere Dorfgemeinschaft Heimatbund oberhalb der Mainbrücke eine Hinweistafel am nördlichsten Verlauf des Mains aufgestellt habe.

Auf der inzwischen verblichenen Hinweistafel hat gestanden: "Willkommen in Schwürbitz am Main. Hier bei Fluß-km 438,2 nördlichster Verlauf des 524 km langen Maines. Nach 150 m Bootsanlegeplatz. Dorfgemeinschaft Heimatbund im April 2004".

Vorfreude

Da die Dorfgemeinschaft Heimatbund inzwischen aufgelöst worden ist, wird wohl das historische Schild von der Vereinsgemeinschaft "Förderung Kulturgut Schwürbitz am Main" mit den bisherigen "Textdaten" überarbeitet, instandgesetzt bzw. neu gestaltet, so Horst Habermann hoffnungsvoll.

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