Und so wird etwas nötig, womit wir gar nicht gerechnet hatten - die Korrektur der Korrektur.

Jetzt also zur Aufgabe: Am Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium in Kulmbach haben in diesem Jahr 60 Schüler das Abitur gemacht. 57 von ihnen haben die Prüfungen bestanden, ein Schüler muss wegen einer Verletzung noch nachschreiben. Acht von den Absolventen haben einen Notenschnitt von zwischen 1,0 und 1,5 erreicht, weitere elf hatten ebenfalls eine 1 vor dem Komma. Frage: Wie viel Prozent der Abiturienten hatten eine 1 vor dem Komma?

Unsere erste Antwort in der Samstags-Ausgabe: "13 Mal die Eins vor dem Komma" - leider falsch, weil 19 Mal die Eins vor dem Komma stand, wie wir wissen. Und: Im ursprünglichen Text war die Rede von "13 Prozent" gewesen. Da waren allerdings nur die Schülerinnen und Schüler gemeint gewesen, die einen Schnitt bis 1,5 hatten.

Unsere Mitarbeiterin hatte also alles richtig gemacht. Leider haben wir in der Redaktion aber beim Rechnen versagt.

Unsere zweite Antwort am Montag: "Es waren 13 Prozent" (die eine 1 vor dem Komma hatten). Auch das ist - wie wir inzwischen wissen - (leider völlig) falsch. Tatsächlich waren es 19 Schüler, die eine Eins vor dem Komma hatten, was also bei 57 Schülern ein Drittel ist (das kriege ich sogar ohne Taschenrechner hin). Und ein Drittel wären ja 33 Prozent.

Nun also unsere dritte Antwort (und wir hoffen inständig, dass diesmal alle guten Mathe-Geister mit uns sind): Am MGF haben in diesem Jahr 60 Schüler ihr Abitur gemacht. (Bisher) haben 57 Schüler ihr Abi bestanden - acht (oder 13 Prozent) hatten einen Schnitt von zwischen 1,0 und 1,5, weitere elf (oder 19,30 Prozent) einen Schnitt von 1,51 bis 1,99. Und eine 1 vor dem Komma hatten damit 19 Schüler (oder 33 Prozent).

Womit wir jetzt rechnen? - Mit Ihrer Nachsicht für unsere mathematischen Schwächen und Ihrem Glauben an uns. Wir zählen auf Sie!