Die heutige Ausgabe spiegelt es erbarmungslos wider: die hinterhältigen und unmenschlichen Terroranschläge von Paris, der Horrorfund acht toter Babys in Wallenfels. Lähmende Fassungslosigkeit allerorten. Da ist einem nicht nach Flüstern. Schreien möchte man da viel lieber. Ganz laut. Vor Wut, Entsetzen und auch Hilflosigkeit.
Der Volkstrauertag gestern passte zur Stimmung. Der Gedenktag hatte leider eine erschreckende Aktualität. Ganze Völker trauern um unschuldige Tote, seien es nun Opfer von Krieg, Terror oder Gewaltverbrechen. Macht es einen Unterschied? Nicht wirklich.

Doch wie soll und kann es nun weitergehen? Die ganz große Politik können wir ehrlicherweise nicht beeinflussen.
Aber wäre nicht schon viel geholfen, wenn jeder einzelne von uns in seinem direkten Umfeld wieder mehr Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Verständnis für andere und Andersartiges walten lassen würde? Das können oft Kleinigkeiten sein- eine nette Geste, ein freundliches Wort -, die in Summe aber viel bewirken. Etwas leises Gutes nämlich.

Denn manchmal kommt man mit Flüstern eben doch weiter.