Und das aus gutem Grund - oder, besser gesagt, aus der Erfahrung heraus, dass man dafür ganz viel Zeit und noch mehr Nerven braucht.

So habe ich es zum Beispiel schon mal geschafft, die komplette Hausarbeit eines Vormittags zu erledigen, während ich nebenbei bei einem Telefonanbieter (!) in der Warteschleife hing. Und ist man dann endlich der nächste Kunde, der bedient wird, ist noch lange nicht gesagt, dass einem bei seinem Anliegen kompetent geholfen wird.

Meine Skepsis war also nicht ganz unberechtigt, als ich mich neulich gezwungen sah, beim Kundenservice der DB Regio anzurufen, nachdem wir etwas wirklich Wichtiges in einem öffentlichen Verkehrsmittel vergessen hatten. Doch was soll ich sagen: Nach einer kurzen Ansage vom Band klingelte es genau ein Mal, und schwups hatte ich schon eine nette Dame an der Strippe. Sie hörte sich nicht nur geduldig mein Problem an, sondern zeigte anschließend einen Einsatzwillen, der alle meine Vorurteile gegenüber Telefon-Kundendienstlern quasi pulverisierte.

Sie recherchierte und telefonierte so lange, bis sie mir in einem Rückruf (!) das Ergebnis präsentieren konnte. Kurze Zeit später hielten wir das Fundstück wieder in Händen.

Mein Fazit: Nicht nur motzen, sondern auch mal loben. Und diese engagierte Dame kriegt ein ganz dickes Lob von mir!