Seit einigen Jahren ist auch die Veranstaltung "Kulmbach im Advent" eine schöne Tradition in unserer Heimatstadt geworden. Immer am ersten Adventswochenende verwandelt sich die Altstadt in einen einzigen, sehr stimmungsvollen Weihnachtsmarkt. Dass das ganze zeitlich begrenzt ist, erhöht den Reiz und die Anziehungskraft.
Schade aber, dass vor einem Jahr die Unsitte eingerissen ist, just zu diesem Termin einen verkaufsoffenen Sonntag zu veranstalten. Der Gedanke dahinter ist schon klar: Es sind so viele Menschen in der Stadt, wenn die schon mal da sind, sollen sie am besten doch gleich noch was kaufen. Kommerz siegt - stade Zeit eben.

Nochmal schade, dass bei dieser vorweihnachtlichen Geschäftstüchtigkeit keiner an die Verkäufer-/innen gedacht hat, die vielleicht auch mal gern am Sonntag gemütlich mit ihrer Familie über den Kulmbacher oder einen anderen Weihnachtsmarkt geschlendert wären.

Davon, dass gerade im Advent der Konsumrausch einmal hinten anstehen und eine Stadtverwaltung da mit gutem Beispiel vorangehen sollte, mag ich schon gar nichts mehr schreiben. Habe ich letztes Jahr zur gleichen Zeit an gleicher Stelle getan. Und werde es vielleicht nächstes Jahr wieder tun - frei nach dem Motto: steter Tropfen höhlt den Stein.

Alle Jahre wieder kommt dann eben auch mein Burggeflüster zum verkaufsoffenen Sonntag am Weihnachtsmarkt-Wochenende.