Wenn ich so gar keine zündende Idee für ein Burggeflüster habe, hilft mir manchmal eine gute Freundin weiter. Diesmal tat sie es eher unbewusst. "Meine Fette Henne ist kaputt", sagte sie mir so ganz nebenbei. Als Hühnerzüchter und Grob-Botaniker schien mir meine Antwort schlüssig: "Dann hast Du ihr vielleicht das falsche oder zuviel Futter gegeben."


Wie ein Schwamm


Doch in Wirklichkeit - so musste ich erfahren - legt eine Fette Henne gar keine Eier, sondern dient dem vom Aussterben bedrohten Apollofalter als meist weiß blühende Futterpflanze.

Mal ehrlich, wer hätte das gewusst? Ich habe meinen Chef gefragt. Der tippte auf Pilz und hatte dabei wohl die Krause Glucke im Kopf. Und was soll ich ihnen sagen: Dieser an einen Schwamm erinnernde Pfiffer (daher der Begriff Schweammerl) wird tatsächlich auch Fette Henne genannt. Ich war baff.


Bei Jauch auf dem Stuhl


Mein Ehrgeiz und meine Wissbegierde waren geweckt. Vielleicht sitzt man ja doch irgendwann beim Günter Jauch auf dem Stuhl und bekommt genau so eine Frage.

Ich setzte mich an den Computer und machte mich auf die Suche nach anderen witzigen oder kuriosen Namen aus der Tier- oder Pflanzenwelt. Was es da nicht so alles gibt: Blutströpfchen (Schmetterlinge), Guter Heinrich (alte Arzneipflanze), Hufeisennase (Fledermaus), Igelkolben (Pflanze), Kälberkropf (Doldengewächs), Quelljungfer (Libellenart) , Rühr-mich-nicht-an (Springkraut) oder Ziegenmelker (Vogel). Wieder was gelernt.