Das Junior-Unternehmen der Walldorf-Realschule in Eltmann "D!Box", das hochwertige Edelstahl-Brotzeitboxen herstellt, wurde zum Landeswettbewerb der zehn besten Junior-Unternehmen Bayerns eingeladen. Die Junior-Firma ging aus dem Wettbewerb als dritter Landessieger hervor und bekam dazu eine besondere Auszeichnung überreicht.

Der Landeswettbewerb ist neben der Junior-Messe das Highlight im Projektjahr, wo sich Junior-Unternehmer treffen und der Öffentlichkeit zeigen, welche Erfolge und Erfahrungen sie in ihrem Schülerunternehmen gemacht haben. Nachdem die Schüler der Firma "D!Box" der Wallburg-Realschule Anfang März Bescheid bekamen, dass sie es unter die zehn besten Junior-Unternehmen Bayerns geschafft haben, freuten sie sich sehr. Jedoch wurde schon bald klar, dass der Wettbewerb wegen der Corona-Krise nicht vor Ort in München stattfinden, und der Wettbewerb mit verändertem Konzept nur rein digital über die Bühne gehen konnte.

Digitaler Wettbewerb

Das Programm reagierte schnell auf die veränderte Situation und rief einen "digitalen Wettbewerb" ins Leben. Dieser bestand aus einem Fragebogen, welcher etwa 20 Fragen aus den Bereichen Geschäftsidee, Marketing, Zielgruppen und Kunden, Preiskalkulation und Finanzplanung, Kommunikation und Organisation enthielt. Dieser wurde dann in den verschiedenen Unternehmensbereichen der Schülerfirma bearbeitet.

Alle Jungunternehmer trafen sich mit ihren Lehrkräften Susanne Müller und Marion Dirscherl per Videokonferenz, um den Inhalt des fünfminütigen Videos zu besprechen, das der Jury präsentiert werden sollte. Sie einigten sich dabei auf das Thema "Wie können wir unsere Dosen während der Corona-Zeit nutzen?"

Die Vielfalt des Einsatzes war dabei erstaunlich und reichte von der Stiftebox, Kabeldose für Handy-Aufladekabel, über Nutzung als Kresse-Beet und Nagelbadschale bis hin zu einer Mund- und Nasenschutzaufbewahrungsbox für den aktuellen Gebrauch der Masken. Natürlich wurde auch der wahre Verwendungszweck gezeigt, nämlich die Brotzeitbox. Ein wichtiger Punkt im Video sollte ja auch die Nachhaltigkeit des Produkts sein, und gerade die Brotzeitboxen führen zu einer enormen Müllvermeidung.

Zusammenarbeit mit Firma

Im Video zeigte man aber auch auf, dass man solche hochwertigen Brotzeitboxen nur mit Hilfe von Lasern individuell beschriften kann. So beeindruckten ganz sicherlich die Aufnahmen, bei denen man den Schülern bei ihrer Arbeit in der "Produktionsstätte" in Ebelsbach über die Schulter schauen konnte. Dabei war man im Vorfeld auf die Firma Ceratonia in Ebelsbach gestoßen. Wirtschaftspate Adrian Dümpert stand dabei den Schülern mit Rat und Tat zur Seite, und so konnten Dosen mit individuell wählbaren Designs gefertigt werden.

Nun galt es nur noch, diese Ideen und einzelnen Schritte wie den Verkauf der Produkte auf Märkten und Verkaufsausstellungen zu einem "Präsentationsfilm" zusammenzuschneiden, was von Philipp Muth geschah. Dies war natürlich angesichts der nichtschulischen Phase in der "Corona-Zeit" eine enorme Herausforderung, weil man anfangs gar nicht recht wusste, wie man diesen Wettbewerb ohne ein Treffen in der Schule bewältigen könnte.

Vielseitigkeit und Nachhaltigkeit

Die Vorbereitungsstunden der Schüler aus der 9. Klasse zeigten ihre Wirkung. Die Videoproduktion, ein zehnseitiger Geschäftsbericht und die Bearbeitung des Fragebogens führten zu der Mitteilung aus München, dass man dritter Landessieger in Bayern geworden sei.

Laudator Direktor Patrick Gelsdorf stellte namens der Jury die "Edelstahlboxen" heraus, mit denen man den Nachhaltigkeitsgedanken aufgegriffen habe und damit einen Beitrag zur Müllvermeidung leiste. "Das hohe Engagement und das Herzblut, welches die Schülerfirma an den Tag legen, begeisterte die Jury. Der überzeugende Vortrag im Video und die diversen Nutzungsmöglichkeiten ihrer Edelstahlboxen haben den Ausschlag für den dritten Platz gegeben."

Auch an der Wallburg-Realschule in Eltmann waren alle Schüler der Junior-Firma "D!Box" als auch die Betreuungslehrerinnen Susanne Müller und Marion Dirscherl sehr stolz auf diesen dritten Platz, zumal die Schüler aus Eltmann mit Abstand die jüngsten Teilnehmer bei diesem Wettbewerb waren - und diese Tatsache wurde auch explizit von der Jury hervorgehoben.