Wenn Andreas Pohle mit einer Beschaffungszeit von mindestens eineinhalb Jahren rechnet, dürfte er damit wohl richtig liegen. So lange, glaubt der SPD-Gemeinderat aus dem Wachenrother Ortsteil Buchfeld, braucht es vermutlich an Vorlaufzeit, um ein neues Feuerwehrfahrzeug in Besitz nehmen zu können. Dazu rechnet Pohle die Ausschreibung, die Antragstellung für die Förderung und schließlich Kauf und Lieferung des Fahrzeugs.

Denn die Feuerwehr Warmersdorf-Buchfeld, die seit dem vergangenen Jahr auch neun Atemschutzträger in ihren Reihen hat, braucht einen Ersatz für ihr Einsatzfahrzeug. Was auch Wachenroths Bürgermeister Friedrich Gleitsmann (CSU) bekannt ist, wie er in der jüngsten Gemeinderatssitzung hören ließ.

2022 steht der Tüv an

Das vorhandene Warmersdorfer Feuerwehrauto ist aus dem Jahr 1990 und hat demnach bereits dreißig Jahre auf dem Buckel. Anfang des Jahres 2022 stehe der Tüv an, sagte Pohle im Gespräch mit dem FT. Das bedeute, dass in das alte Fahrzeug entweder einiges investiert werden oder ein neues angeschafft werden müsse.

Als jedoch Pohle bei den "Anfragen" am Ende der Sitzung die Anschaffung des Fahrzeugs für die Ortsteilwehr ansprach, antwortete der Gemeindechef: "Wir wissen, dass in Warmersdorf ein Feuerwehrauto gewünscht wird." Jedoch gäben die Finanzen der Gemeinde derzeit keine größeren, nicht zwingend notwendigen Ausgaben her. Auf seine Frage, ob das vorhandene Fahrzeug einsatzbereit sei, erhielt Gleitsmann ein klares Ja. An den Gemeinderat aus Buchfeld richtete sich der Bürgermeister mit der Frage: "Sollen wir vielleicht die Steuersätze anheben?" Die Gemeinde könne natürlich auch prüfen, ob eine "billigere Ausführung" ausreiche.

"Wir haben ein Problem - ganz Deutschland hat zur Zeit ein Problem", schloss Gleitsmann dieses Kapitel. Ein Problem ist zumindest, dass Wachenroth in diesem Jahr noch keinen Haushalt und auch keine Geschäftsleitung hat. Mit der ehemaligen Geschäftsleiterin trifft sich die Gemeinde Mitte September vor Gericht.