Seit zehn Jahren gibt es die Böllerschützen bei der Schützengesellschaft "Die Alten Treuen" in Neudrossenfeld. Und die Abteilung hat sich prächtig entwickelt, ist ein fester Bestandteil des Vereins geworden. Die Aktiven haben sich einen Namen über die Gemeindegrenzen hinaus gemacht und sind dort zu finden, wo professionell mit Hand- und Schaftböllern geschossen wird.

Ihr zehnjähriges Bestehen feierten sie mit einem gelungenen Freundschaftsböllern, zu dem zwölf Gruppen, darunter sogar aus dem sächsischen Glauchau, angereist waren.

Ein schöner Festzug, angeführt von der Blaskapelle Untersteinach, führte vom Schützenhaus zum Schießplatz neben der Bogenanlage. Dann wurde es ernst: schnelles Reihenfeuer, langsames Reihenfeuer, Doppelschlag und zweifacher Salut.

Der Lärm war ohrenbetäubend, dichter Rauch stieg gen Himmel, als etwa 70 Böllerer unter dem Kommando von Karin Küfner feuerten - alles in bester Koordination und Disziplin. Die Zuschauer beklatschten das reichlich.

Bewegender Abschluss

Vorher hatte man sich noch zu einer Kommandantenbesprechung zusammengefunden, um die Sicherheit zu garantieren. Den bewegenden Abschluss bildete das gemeinsame Singen des Frankenlieds als Ausdruck der Heimatverbundenheit.

Viel Lob spendete Bürgermeister Harald Hübner den "Drusserfeller Maintalböllerern", denen er einen steten Aufwärtstrend mit jetzt 13 Aktiven bescheinigte. "Ich habe schon die Ehre gehabt, sie in Hollfeld kommandieren zu dürfen, ich bin ihnen treu verbunden." Bei vielen offiziellen Anlässen der Gemeinde würden sie mit eingebunden.

Die Grüße des Landkreises übermittelte stellvertretender Landrat Dieter Schaar.

Für Gaureferent Peter Pinzer aus Marktredwitz hat das Böllern eine lange Tradition. Es diene der Brauchtumspflege, sei vor Jahrhunderten schon Ausdruck von Ehrenbezeichnungen für Landesfürsten gewesen und habe auch vor Gefahren gewarnt. "Heute wollen wir an der Erinnerung festhalten", sagte er.

Die Organisation des Treffens lag in den bewährten Händen von Peter Rösch. "Nach Aussagen unserer Gäste war es eine feine Veranstaltung", freute er sich. Gausportleiter Norbert Puchtler und Edwin Löhr spendeten 13 Trainingsjacken.