Nach Jahren der Planung und des Baues wurde am Samstag im Beisein einer stattlichen Gästeschar der Erweiterungsanbau der Kindertagesstätte Ludwigschorgast eingeweiht. Mit der offiziellen Schlüsselübergabe der Architektin Gitta Kestel an Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani wurde das Millionen-Projekt seiner Bestimmung übergeben.

Die Planungen begannen im Februar 2018, und der Bescheid der Regierung von Oberfranken mit der Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn erging am 16. Januar 2019. Baubeginn war im gleichen Jahr am 8. Juli, Richtfest wurde am 7. November gefeiert. Im Februar 2020 wurden die Bauarbeiten wieder aufgenommen. Fast fertig war das Gebäudeinnere im Dezember 2020, lediglich die wichtige Montage der Brandschutztür zwischen Neubau und Bestand ließ bis Mitte Februar 2021 auf sich warten.

Seit Juni 2021 werden die Räume im Neubau genutzt. Kosten wird das Gesamtprojekt 1,436 Millionen Euro. Die in Aussicht gestellte Fördersumme liegt bei rund 700 000 Euro.

Trotz einiger Behinderungen nach Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr des letzten Jahres waren die Firmen bemüht, den Baufortschritt am Laufen zu halten. Bei der Gestaltung der Außenanlagen half der örtliche Bauhof kräftig mit.

Ludwigschorgast ist mit nicht ganz 1000 Einwohnern eher ein kleiner Ort, der vor der Frage stand, ob er das Projekt "Anbau an die Kindertagesstätte" wirklich angehen soll. Der erste Anbau einer Kinderkrippe im Jahr 2009 kostete damals 370 00 Euro, nun standen 1,4 Millionen Euro im Raum. Der Eigenanteil der Marktgemeinde würde alles sprengen, was man sich bisher leistete und den Schuldenstand mehr als verdoppeln.

Dem Gemeinderat war aber sehr schnell klar, dass es den Erweiterungsbau braucht, sagte Bürgermeisterin Leithner-Bisani. "Steigende Kinderzahlen sowie die Tatsache, dass immer mehr Eltern keinen Betreuungsplatz in ihrer Heimatgemeinde gefunden haben, haben uns daher bewogen es anzugehen." Mehrere Gespräche an der Regierung von Oberfranken brachten schließlich den Durchbruch zu Planung und Bezuschussung. Von vielen Seiten sei das Großprojekt in hervorragender Weise vorbereitet und begleitet worden.

Die ersten Pflanzbeete vor der Einrichtung wurden vom Gartenbauverein bepflanzt, die weiteren Flächen sowie der Verbindungsweg zum Krippengarten sind in Planung beziehungsweise Umsetzung.

Jetzt liege es in der Hand der Kindergartenleitung sowie aller Mitarbeiterinnen und natürlich der Kinder, das neue Gebäude entsprechend mit Leben zu erfüllen, schloss Doris Leithner-Bisani ihre Ausführungen.

Musikalisch begrüßten die Vorschulkinder mit der Leiterin Manuela Schraml die Gäste, darunter viele Vertreter aus Politik und Verwaltung. Pfarrer Michal Osak vollzog die kirchliche Weihe des Gebäudes.