Groß ist das Interesse der Bamberger am Lagarde-Campus. So nutzten etwa 250 Besucher jüngst den "Tag der offenen Tore", um das Areal im Rahmen von Führungen zu erkunden, berichtet die städtische Pressestelle.

Zuerst informierte Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) über das "spannendste Entwicklungsgebiet der Stadt". Er kündigte an, dass schon bald der Abbruch von Gebäuden, der Rückbau von Asphalt, Beton und Pflaster sowie das Entfernen von Leitungen, Kanälen und Kabeltrassen abgeschlossen sein werden. Starke: "Die Fortschritte sind sichtbar und wir arbeiten mit Hochdruck an dem Projekt."

Es soll ein vorbildliches und innovatives Stadtquartier mit über 1000 Wohnungen und 1500 Arbeitsplätzen entstehen. Daneben würden Freizeitangebote und Kultureinrichtungen sowie Einkaufsmöglichkeiten geschaffen, verbunden mit einem durchdachten und umweltfreundlichen Mobilitäts- und Energiekonzept sowie wichtigen Impulsen für den Wirtschaftsstandort Bamberg. Zukunftsträchtige und innovative Branchen will der OB entwickeln, nämlich mit dem Zentrum für Digitalisierung und Gründung, dem angrenzenden Medical Valley Center und universitätsnahen Einrichtungen.

Ins Detail ging unter anderem Thomas Goller vom Konversionsmanagement bei den Führungen: Der Platz, der sich jenseits des Tors an der Weißenburger Straße eröffne, sei so groß wie der Maxplatz und biete jede Menge Entwicklungspotenzial. Highlight sei ein geplantes Kulturquartier mit der Reithalle im Süden und der Posthalle im Norden. An die Reithalle schlössen sich die Lagarde-Höfe an, die vornehmlich bezahlbaren Wohnraum zum Mieten böten, während das Quartier "LEBENsLust Lagarde 8" im Norden eher Wohnungen zum Kauf vorsehe. Bürgermeister Christian Lange bezeichnete den Lagarde-Campus als "große Chance für den Bamberger Osten". Gerade der Platz biete neue Möglichkeiten für Kulturveranstaltungen.

Dialog wird fortgesetzt

Goller und Michael Fiedeldey, Geschäftsführer der Stadtwerke Bamberg, beantworteten Fragen zum künftigen Energie- und Mobilitätskonzept. So erklärte Fiedeldey das Mobilitätskonzept mit dem reduzierten Stellplatzschlüssel, wo auf 100 Wohnungen nur noch 80 Stellplätze notwendig werden. Ergänzend dazu gebe es ÖPNV- und Carsharing-Angebote. Das Energiekonzept sehe vor, über 70 Prozent des Wärmebedarfs aus regenerativen Quellen im Lagarde-Campus zu gewinnen.

Die Stadt will den Dialog mit den Bürgern fortsetzen. Spätestens im Frühsommer werden erneut öffentliche Führungen angeboten, kündigte Starke an. red