Smia, Concept Laser und jetzt auch die Robert Hofmann GmbH: Immer mehr Unternehmen im Landkreis kündigen Entlassungen an – oder haben bereits Stellen gestrichen. Im Fall von "Hofmann – ihr Möglichmacher" sind es 13 Mitarbeiter, denen die betriebsbedingte Kündigung ausgesprochen wurde.

Nach einem sehr guten Start in das Jahr 2020 habe der Lockdown im März zu einem rapiden Rückgang der Auftragszahlen und damit zu einem Anstieg der Kurzarbeit geführt, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Zudem habe die Krise in der Automobilindustrie das Unternehmen in den vergangenen Jahren hart getroffen, heißt es weiter. Mit der Corona-Pandemie seien Auftragseinbrüche im Zukunftsfeld Luftfahrt hinzugekommen. Das habe zu den Kündigungen geführt.

Transformation in vollem Gange

Matthias Klar, Pressesprecher der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, bestätigte im Gespräch mit dem FT die Problemfelder: "Zu Beginn der Pandemie war der Transformationsprozess in der Automobilindustrie schon seit Monaten im vollen Gange. Die Situation, die neu hinzukam, ist die Corona-Krise mit ihren wirtschaftlichen Einschränkungen." Zwar habe sich der Arbeitsmarkt in den vergangenen Monaten leicht erholt und die Auswirkungen des zweiten Lockdowns seien noch nicht einzuschätzen. Für den Dezember, so Klar weiter, sei aber dennoch mit einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu rechnen – auch weil die saisonalen Auswirkungen dazu kämen.

Sozialauswahl bei Hofmann

Die Kündigungen bei "Hofmann – ihr Möglichmacher" wurden nach Aussage des Unternehmens mithilfe einer Sozialauswahl getroffen und den jeweiligen Mitarbeitern in persönlichen Gesprächen mit der Geschäftsführung, der Personalabteilung und dem Vorgesetzten ausgesprochen. Bei der Auswahl der Mitarbeiter seien sowohl soziale Kriterien als auch inner- und außerbetriebliche Umstände eingeflossen. "Ich bedaure es zutiefst, Mitarbeiter kündigen zu müssen. Hinter jeder Freisetzung steht ein Mensch mit seiner Familie. Als stark in unserer Region verwurzeltes Familienunternehmen sehen wir es als unsere gesellschaftliche Verantwortung, Arbeitsplätze zu sichern und das Unternehmen für die Zukunft auszurichten. Das Mittel der Kurzarbeit wird uns sicherlich noch einige Monate begleiten. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um weitere Kündigungen zu vermeiden", sagte Oliver Hofmann, der Geschäftsführer. sdö