Die HBG- und CSU-Fraktion stellte bei der Marktleugaster Marktgemeinderatssitzung am Montagabend im Bürgersaal einen Antrag. Sie forderte den Bau eines Fuß- und Radweges über die Koser beim Wasserwerk in der Kosermühle in Zusammenarbeit mit dem Markt Stammbach. Die Nachbargemeinde hat ihr Radwegenetz bereits bis kurz vor der Kosermühle ausgebaut. Um den Anschluss herzustellen, ist nur noch die Querung der Koser erforderlich. Die Querung wäre von Marktleugaster Seite auf bereits vorhandenen öffentlichen Gemeindewegen erreichbar, verdeutlichte Daniel Schramm (CSU).

Die Fraktionen baten um Kontaktaufnahme mit dem Markt Stammbach, um gemeinsam die Umsetzung zu planen. Der öffentliche Gemeindeweg ist an die Grundstücksgrenze zum Wasserwerk zu verlegen. Neben der Berücksichtigung der Baumaßnahme im Haushalt 2022 gilt es auch die notwendigen Haushaltsansätze zu ermitteln. Nach Rücksprache mit der ILE-Managerin Annabelle Ohla ist eine Förderung aus ILE-Mitteln nicht möglich.

Einstimmig befürwortete das Marktleugaster Ratsgremium grundsätzlich den Antrag zur Schaffung eines Radweges zwischen der Gemeindegrenze bei Weickenreuth in Richtung Marktleugast. Die Räte beauftragten Ersten Bürgermeister Franz Uome (CSU) zudem, notwendige Grundstücksverhandlungen zu führen, um eine direkte Verbindung zum Weg Kosermühle-Marienweiher herzustellen.

Sitzung des Schulbeirats

Uome berichtete dem Marktgemeinderat von der jüngsten Schulbeiratssitzung: Die Jugendsozialarbeiterin Schneider hatte ihre Arbeit während der Schulschließung und der Zeit des Schulbetriebes skizziert. Während des Lockdowns sei das Konfliktpotenzial extrem angestiegen. Auch seien die psychischen Auffälligkeiten gestiegen. Es habe sich zudem ein hoher Beratungsbedarf für die Eltern ergeben, und es zeige sich auch, dass die Jugendsozialarbeit auf den Grundschulbereich ausgeweitet werden müsse. Das Gemeindeoberhaupt sagte zu, dass die Marktgemeinde die Jugendsozialarbeit weiterhin unterstützen werde.

Aufwendungen für die Schule

Von 2014 bis heute wurden insgesamt rund 233 000 Euro aufgewendet. Gefördert wurden Maßnahmen mit 150 400 Euro, sodass ein Eigenanteil von 82 600 Euro für die Marktgemeinde verblieb. Weitere Investitionen würden in enger Absprache mit der Schule vorgenommen. Schulleiterin Annette Marx teilte mit, dass momentan 96 Kinder die Grundschule und 44 die Mittelschule besuchen. Im nächsten Schuljahr werden es voraussichtlich 82 Grundschulkinder und 35 Mittelschüler sein. Die neue erste Klasse habe nach momentanem Stand nur 16 Schulkinder.

Zudem gab Uome bekannt, dass in Hohenberg ein Marterl zu restaurieren ist – der Auftrag wird erteilt. Außerdem verwies er auf den Brief einer Bürgerin: Die Gehsteige der Marktgemeinde seien wegen geparkter Autos oft unpassierbar. kpw