"Wenn alles gut läuft, haben wir in zwei Jahren bis zu zehn Kilometer neu ausgebaute Wegeverbindungen in der Gemeinde", zeigte sich Bürgermeister Gerd Dallner (FWGS) zuversichtlich.

Im Rahmen einer "Zweitflurbereinigung" sollen im Pommersfeldener Gemeindegebiet die wichtigen Wirtschaftswege ausgebaut werden. In der Sitzung am Donnerstag entschied das Ratsgremium, ein Verfahren beim Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken auf den Weg zu bringen.

In erster Linie sollen durch die Zweitflurbereinigung die Wirtschaftswege so ausgebaut werden, dass sie den schweren landwirtschaftlichen Fahrzeugen standhalten. Darüber hinaus sieht Pommersfeldens Bürgermeister aber "einen sehr erfreulichen Nebeneffekt". Mit dem Ausbau der Wege werde die Gemeinde auch ein überaus attraktives Radwegenetz bekommen. Dies sei umso erfreulicher als der Ausbau der Wirtschaftswege mit 75 Prozent gefördert werde.

Dallner ist sich sicher, "dass die Planungen recht schnell vorangehen". In 2021 dürften auch die Kostenberechnungen vorliegen, so dass mit der Umsetzung des Wegebaus 2022 zu rechnen sei.

Der Grundsatzbeschluss für die Einleitung eines Zweitflurbereinigungsverfahrens reicht noch in die Amtszeit von Bürgermeister Hans Beck zurück. Inzwischen haben viele Gespräche und Ortseinsichten stattgefunden. Fazit ist, dass die meisten der in Augenschein genommenen Wege ausreichend breit abgemarkt sind, so dass ein Grunderwerb nur vereinzelt notwendig wird. Sollte für Teilstücke tatsächlich ein Grunderwerb notwendig werden, übernimmt die Gemeinde die daraus resultierenden Kosten.

Mehrere Wege stehen an

Zum Ausbau vorgesehen sind die Wege westlich von Weiher zur Grüngutdeponie und der Wiesenweg von Stolzenroth in Richtung Sambach. Ein großes Anliegen ist der Gemeinde auch der Ausbau der 1,9 Kilometer langen Straße zwischen Pommersfelden und Wind. Da darauf nicht nur landwirtschaftlicher Verkehr zu erwarten sei, solle die Straße mit einer befestigten Fahrbahnbreite von mindestens 3,50 Meter - oder auch breiter - ausgebaut werden. Förderfähig ist laut Dallner allerdings nur eine Ausbaubreite von 3,50 Meter. Die Mehrkosten für einen breiteren Ausbau werden zu hundert Prozent durch die Gemeinde Pommersfelden getragen.