"Sie haben es hier sehr gut erwischt!" Die Feststellung von Pommersfeldens Bürgermeister Gerd Dallner beim Einführungsgottesdienst der "neuen" Pfarrer für Sambach und die Filialkirche Pommersfelden löste bei so manchem Besucher wohl Schmunzeln aus. Im Vorabendgottesdienst wurden Albert Müller als Leitender Pfarrer des Seelsorgebereichs Steigerwald und mit ihm Pfarrvikar Josef Renner in ihre neuen Gemeinden "eingeführt". Ihnen bot Bürgermeister Dallner ein stets offenes Ohr und die bestmögliche Zusammenarbeit an.

So ganz neu war zumindest Pfarrer Albert Müller den Pfarrkindern nicht. Die Umstrukturierung der Seelsorgebereiche und Dekanate im vergangenen Jahr hatte für die Pfarreien viele Veränderungen gebracht. Albert Müller, früher Dekan in Burgebrach, tritt nun in den Pfarreien des ehemaligen Seelsorgebereichs "Ebrachgrund" die Nachfolge des Frensdorfer Pfarrers Wolfgang Schmidt an. Schmidt, der als Vorsitzender dem "alten" Seelsorgebereich mit den Pfarreien Sambach, Frensdorf, Herrnsdorf, Pettstadt, Reundorf, Schlüsselau und Vorra vorstand, ging Ende August in den Ruhestand.

"Schwerpunktmäßig" sei für Sambach (mit Filialkirche Pommersfelden) Pater Stefan Panzer zuständig, sagte Pfarrer Müller. Pater Stefan ist als Pfarrvikar bereits seit einigen Jahren Pfarrer in Sambach. Künftig werden Pater Stefan, Pfarrer Josef Renner und Pfarrer Albert Müller als Team die Pfarrgemeinden des früheren Seelsorgebereichs Ebrachgrund betreuen. Wobei Albert Müller als Leiter des riesigen Seelsorgebereichs Steigerwald, der im Westen bis Priesendorf reicht, noch weitere Pfarreien und viele Aufgaben hat.

Kirchenschlüssel übergeben

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Johanna Müller und der Vorsitzende der Kirchenverwaltung, Georg Birkner, hießen Pfarrer Müller und Pfarrer Renner herzlich willkommen und übergaben den Kirchenschlüssel. Von Seiten der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates sicherten sie den beiden Seelsorgern volle Unterstützung zu.

"Ich lade dazu ein, dass wir miteinander nach vorne blicken, dass wir miteinander Kirche sind", rief Pfarrer Albert Müller der Gemeinde zu. "Wir müssen im Gespräch bleiben und unsere Anliegen gemeinsam nach vorne bringen", sagte er.

Gott sehe die Welt anders als die Menschen, ging Pfarrer Renner auf die Worte des Evangeliums ein. Gott gebe dem Letzten so viel wie dem Ersten. In Gottes Welt sei der Mensch aus dem Konkurrenzdruck herausgenommen.

Er wolle "ein Gebetszentrum aufbauen", kündigte Pfarrer Renner an. Jeder sei dazu eingeladen, um aus der Hektik des Alltags herauszukommen und um Kraft zu tanken.

"Geschwisterliche Verbundenheit" boten ihrem "katholischen Nachbarn" die Pfarrer Angelika und Andreas Steinbauer an. Mit ihrem Willkommensgruß und kleinen Hüpfbällen als Geschenk wünschten sie, "dass wir zusammen Gottes Spielleute sind".