Das Benefizkonzert des Symphonie-Orchesters Deutscher Lions findet in einem wunderbaren, einmaligen Ambiente statt: im Weltkulturerbe Markgräfliches Opernhaus Bayreuth. Und es ist neben dem musikalischen Genuss ein Fanal für Hilfsbereitschaft in seelenerbauender Atmosphäre.

Denn im Rahmen dieses Festaktes, den über 500 Besucher aus ganz Deutschland nicht versäumen wollten, stand das Motto von Lions: "Dem Menschen dienen" im Blickpunkt. Insgesamt 25 000 Euro durften das Kinderpalliativzentrum Nordbayern in Erlangen und das gleichnamige Zentrum Südbayern in München entgegennehmen. Gerswid Herrmann, die Frau des Bayerischen Innenministers, und Karin Seehofer, Gattin des Bundesinnenministers, freuten sich als die Schirmherrinnen über die noble Geste.

Ein stolzer Betrag

Der Betrag summierte sich aus Spenden des Lionsclubs Bayreuth-Kulmbach in Höhe von 5000 Euro und des Lionsclubs Bayreuth-Thiergarten in Höhe von 1000 Euro. Dazu kamen 7000 Euro als Geburtstagsgeschenk eines Lions-Mitglieds und der Erlös aus dem Konzert.

Das die Zuhörer zu Ovationen anspornte, weil die knapp 50 Interpreten, eine gesunde Mischung aus Profis und erfahrenen Amateuren, die Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn, Robert Schumann und Johannes Brahms zu einem echten Erlebnis werden ließen.

Das Publikum war begeistert

Unter dem gestenreichen Dirigat von Gregor Schmitt-Bohn leuchtete das Opernhaus in kammermusikalischer Helle. Wuchtige Hörnerqualität und ziselierte Violinvirtuosität vereinten sich zu einem homogenen Klangkörper und einem furiosen Finale. Begeisterung pur herrschte im Publikum, was das Ensemble zu einer Zugabe animierte. Und die solistischen Trompetenvariationen des Sebastian Berner, Mitglied des Staatsorchesters Stuttgart, waren so glockenrein, so akzentuiert, gestochen scharf und oktavenweit, dass man schier den Atem anhielt. Er verlieh dem überwältigenden Interieur des Hauses den ihm angemessenen Glanz. Selbst Innenminister Joachim Herrmann zeigte sich tief beeindruckt.

Er ist seit 25 Jahren Lions-Mitglied. "Damals, vor einem Vierteljahrhundert, habe ich als junger Mann den Lionsclub Erlangen als einen der Ersten in Nordbayern mit gegründet. Wir alle von Lions finanzieren weltweit humanitäre Projekte wie Hilfe für behinderte Menschen, Kinder in Not, für Drogenabhängige und die Armen in Afrika." Eine Eloge widmete Herrmann der Markgräfin Wilhelmine. "Dass Sie hier sitzen ist ihr, einer Frau, zu verdanken." Der bayerische Staat habe in den letzten zehn Jahren etwa 30 Millionen Euro in die Restaurierung des Opernhauses investiert.

Und Organisator Jörg Naumann aus Kulmbach, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutscher Lions, zeigte sich glücklich über die große Resonanz des Abends. "Ich spürte die Begeisterung meiner Lions-Freunde an der Kulturstadt Bayreuth, am Weltkulturerbe und für das professionelle Orchester."

Als Gäste konnte er den Hofer OB Harald Fichtner, den Bayreuther Landrat Hermann Hübner, den Bayreuther Bürgermeister Thomas Ebersberger, Mitglied des Lionsclubs Bayreuth-Thiergarten, und Unterstützer aus der gesamten Republik begrüßen. "Ich bin stolz auf die Außenwirkung dieses Events. Wir helfen auch bei verschiedenen Projekten vor Ort", sagte Jörg Naumann.