Die durch die Corona-Krise erst mit Verzögerung eingesetzte Frühjahrsbelebung kam im Juli im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg nahezu zum Abschluss. In der Gastronomie und dem Baugewerbe stehen lediglich noch ein paar Wiedereinstellungen aus. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit, der im Juni be-reits deutlich an Dynamik (+134 Personen) verlor, setzte sich auch im vergangenen Monat mit geringer Intensität fort, berichten die Agentur in ihrer Pressemitteilung.

Die hohe Inanspruchnahme von Kurzarbeit, durch die Entlassungen vermieden werden, spiele hierbei eine zentrale Rolle. Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich im Juli nur um 1,1 Prozent (+140 Personen) auf 13 342 Menschen. Das ist für Juli ein saisonüblicher Anstieg. Vor drei Monaten, im April betrug die Steigerung das 10,5-fache (April: +1471 Personen, Mai: +591 Personen). Der Anstieg im Juli resultiert zu 70,7 Prozent aus der größeren Zahl an Ar-beitslosmeldungen von jungen Menschen bis 25 Jahre. Ihr Bestand erhöhte sich in den letzten vier Wochen um 99 (+6,6 Prozent).

Die Zahl der Arbeitslosen liegt um 35,1 Prozent bzw. 3469 Menschen über dem Vorjahreswert. 924 Menschen fanden eine neue Beschäftigung, 2,7 Prozent mehr (+24) als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote beträgt wie im Juni 3,8 Prozent. Vor einem Jahr zählte sie 2,8 Prozent.

Flache Kurve in Bamberg

In der Stadt Bamberg fiel der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli mit einer Erhöhung um 41 Personen (+2,0 Prozent) deutlich schwächer aus als in den Monaten zuvor. Ende des Monats waren hier 2064 Menschen arbeitslos. Vor einem Jahr waren es 505 (-32,4 Prozent) weniger gewesen. Es verloren 25,3 Prozent mehr Menschen ihre Beschäftigung als im letzten Jahr. Gleichzeitig fanden jedoch 14,6 Prozent mehr einen neuen Arbeitsplatz. Die Jugendarbeitslosigkeit (unter 25 Jahre) stagnierte (+2) im letzten Monat mit 199 Personen. Die Arbeitslosenquote betrug wie im Juni 4,8 Prozent. Vor einem Jahr zählte sie 3,7 Prozent.

Im Bamberger Land stieg die Arbeitslosigkeit infolge des Covid-19-Virus auch im Juli. Ende des Monats waren 2,1 Prozent bzw. 53 Personen mehr ohne Beschäftigung als im Juni. 2527 Frauen und Männer sind aktuell von Arbeitslosigkeit betroffen. 2019 waren es 812 Personen (-47,3 Prozent) weniger gewesen. Es verloren 10,6 Prozent mehr Menschen ihre Beschäftigung als im Vorjahr. Gleichzeitig fanden 5,3 Prozent mehr einen neuen Arbeitsplatz als vor einem Jahr. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren erhöhte sich im abgelaufenen Monat um 26 oder 9,3 Prozent auf 307. Die Arbeitslosenquote beträgt wie im Juni 2,8 Prozent (Vorjahr 1,9 Prozent). Der Landkreis Bamberg verbucht weiterhin die niedrigste Quote des Agenturbezirks Bamberg-Coburg sowie Vollbeschäftigung. Im Juli meldeten die Unternehmen aus dem Landkreis dem Arbeitgeberservice 196 Stellenangebote, 13,3 Prozent (-30) weniger als 2019. red