Der Haushalt 2021 der Stadt Kupferberg wurde mit einem Gesamtvolumen von über fünf Millionen Euro bei der Ratssitzung am Dienstagabend in der Stadthalle einstimmig verabschiedet.

Die Zahlenwerke hatte der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Untersteinach, Matthias Wendler, den Gremiumsmitgliedern und Zuhörern erläutert. Zweiter Bürgermeister Werner Stapf (UKW) und Dritter Bürgermeister Marcus Ott (CSU) bedankten sich bei Bürgermeister Harald Michel (UKW) und bei Wendler für ihren Einsatz und zollten ihnen Respekt für die Aufstellung des Haushaltsplanes 2021.

Der Verwaltungshaushalt schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit rund 1,98 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt mit rund 3,03 Millionen Euro ab. Die höchsten Einnahmen sind im Verwaltungshaushalt die Steuern mit rund 1,04 Millionen Euro, die Schlüsselzuweisungen mit 430 928 Euro, die Zuweisungen mit 208 083 Euro sowie Gebühren und Entgelte mit 190 080 Euro.

Schulsanierung für 1,84 Millionen

In den Ausgaben schlagen die Personalausgaben mit 276 684 Euro, der Verwaltungs- und Betriebsaufwand mit 477 687 Euro, die Umlagen mit 667 547 Euro, die Zuweisungen und Zuschüsse mit 446 317 Euro sowie die Zuführung an den Vermögenshaushalt mit 63 937 Euro zu Buche.

In den Vermögenshaushalt sind 1,8 Millionen Euro für die Sanierung des alten Schulhauses eingestellt. Der Sollüberschuss aus dem Vorjahr macht 562 846 Euro, die Kreditaufnahme 319 899 Euro, FAG-Leistungen 134 849 Euro, Wohnungsbauförderung 71 000 Euro und die Zuführung vom Verwaltungshaushalt 63 937 Euro aus. In den Ausgaben ist die Sanierung des alten Schulhauses mit rund 1,84 Millionen Euro der größte Posten. Für den Straßenbau sind 440 810 Euro, für die Wasserversorgung 325 259 Euro und für die Abwasserentsorgung 182 719 Euro bereitgestellt.

Die Hebesätze für die Gemeindesteuern wurden wie folgt festgesetzt: Grundsteuer A 370 v. H., Grundsteuer B 360 v. H. und Gewerbesteuer 350 v. H.

Die Stadt Kupferberg hatte zum 31. Dezember 2020 noch Kredite in Höhe von 171 714 Euro laufen. Die Pro-Kopf-Verschuldung betrug 162,45 Euro, die allgemeine Rücklage 19 494 Euro.

Anlässlich der Verabschiedung des Haushaltsplanes 2021 beschloss der Stadtrat zudem die Finanzplanung für die Jahre 2022 bis 2024 und das dazugehörende Investitionsprogramm.

Kenntnis nahm der Stadtrat von der siebten Fortschreibung des Haushaltskonsolidierungskonzeptes der Stadt Kupferberg und stimmte ihr zu.

Harald Will legt Mandat nieder

Aus persönlichen und geschäftlichen Gründen hat der UKW-Stadtrat Harald Will bei der Sitzung am Dienstagabend in der Stadthalle sein Mandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Zweiter Bürgermeister Werner Stapf (UKW) und Dritter Bürgermeister Marcus Ott (CSU) bedauerten das sehr. Das Ratsgremium verliere mit Harald Will einen exzellenten Fachmann. Einmütig stimmte das Stadtratsgremium der Mandatsniederlegung mit sofortiger Wirkung zu. Nächster Nachrücker auf der UKW-Liste ist Johannes Manz.

Einstimmig segnete der Stadtrat den Bauantrag von Nadine und Steffen Wagner für den Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garagen Am Sonnenhang 11 ab.

Einmütig zur Kenntnis nahm der Stadtrat vom vorliegenden Bauantrag der Hospitalstiftung auf Nutzungsänderung des ehemaligen Musik- und EDV-Raumes im ersten Obergeschoss zu einer Allgemeinpraxis sowie zu einem Arztlabor und einer Toilette mit Duschgelegenheit.

Parkdauer reduziert

Von Montag bis Samstag ist künftig in der Zeit von 6 bis 18 Uhr das Parken auf dem Marktplatz mit Parkscheibe auf eine Stunde begrenzt. Sonntags ist das Parken unbegrenzt möglich.

Bürgermeister Michel gab bekannt, dass die neue Bestuhlung für die Kupferberger Stadthalle 16 100 Euro kosten werde.

In seiner Eigenschaft als Bauhofleiter und Dritter Bürgermeister machte Marcus Ott deutlich, dass die Reste und Hinterlassenschaften wie Schrauben, Nägel und Holzsplitter bei Sperrmüllabholungen von den Bürgern beziehungsweise Haushalten und nicht vom Bauhof aufzuräumen und zu entsorgen seien. Er bat darum, künftig darauf achtzugeben. kpw