Der VdK-Kreisverband Kronach hat an einem Informationsstand in Kronach seine Forderungen zur Bundestagswahl vorgestellt. Laut Kreisvorsitzendem Heinz Hausmann hat der Sozialverband in Deutschland ein gewichtiges Wort. 2,1 Millionen Mitglieder bildeten eine starke Gemeinschaft.

Schon so manche Forderung des VdK sei in der Vergangenheit nach der Wahl von der jeweiligen Bundesregierung umgesetzt worden.

Kreisgeschäftsführerin Anja Schmidt sieht die nächste Bundesregierung in großer Verantwortung. Vor allem die Folgen der Corona-Krise müssten gemeistert werden. Kurzarbeit habe Geringverdiener hart getroffen, staatliche Hilfen gebe es für Rentner mit Minijobs nicht, Kinder und Jugendliche aus ärmeren Verhältnissen hätten den Bildungsanschluss verloren. Soloselbstständige hätten Schulden angehäuft und lebten von Grundsicherung . „Corona hat die soziale Spaltung vertieft. Darin sieht der VdK gefährlichen gesellschaftlichen Zündstoff“, so Hausmann und Schmidt.

Klar sprachen sie sich für einen Mindestlohn von 13 Euro aus, um prekärer Beschäftigung einen Riegel vorzuschieben und Armut zu beseitigen. Die derzeitigen Regelsätze reichten bei vielen Familien, Kranken und Älteren nicht einmal fürs Essen.

Unter dem Titel „Sozialer Aufschwung jetzt!“ fordert der VdK unter anderem, dass auch Beamte und Abgeordnete in eine „Erwerbstätigenversicherung“ einzahlen müssen. Das Rentenniveau müsse dauerhaft über 50 Prozent liegen. Dabei lehnt der VdK eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters ab. Nicht zuletzt spricht sich der Verband für die Einführung einer Pflegevollversicherung aus. eh