Coburg — Darmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebserkrankung. Mehr als 60 000 Menschen erkranken jährlich neu daran, fast 26 000 sterben. Dabei ist Darmkrebs bei frühzeitiger Diagnose in vielen Fällen heilbar. Deshalb sind eine umfassende Aufklärung und eine regelmäßige Vorsorge wichtig.
Die Volkshochschule Coburg und das Klinikum Coburg wollen anlässlich der bundesweiten Aktion "Darmkrebsmonat März 2015" gemeinsam mit einer Veranstaltungsreihe auf die Relevanz der Darmkrebsvorsorge und die Therapiemöglichkeiten hinweisen. Es referieren die Chefärzte Prof. Dr. Bernhard J. Leibl, PD Dr. med. Christof Lamberti, Dr. med. Dirk Mayer vom Klinikum Coburg und Dr. Ralph Mäffert von der Klinik Neustadt sowie die Diplom-Ökotrophologin und Ernährungsberaterin Dr. Ulrike Eigner. Wird Darmkrebs diagnostiziert, ist es für die Betroffenen ein Schock. Doch auch in fortgeschrittenem Erkrankungsstadium haben sich die Behandlungsmöglichkeiten verbessert. Wie der aktuelle Stand ist, erklärt PD Dr. med. Christof Lamberti, Chefarzt der V. Medizinischen Klinik für Hämatologie und internistische Onkologie am Klinikum Coburg, in seinem Vortrag "Therapie bei Darmkrebs - Konzepte, Vorgehen und Maßnahmen" am Montag, 9. März. Beginn ist um 19 Uhr im Klinikum Coburg.
Unter dem Titel "Ein Spaziergang durch den Darm" erfahren die Besucher bei einem Patiententag am Mittwoch, 11. März, im Klinikum Coburg, wie sie gut- und bösartige Erkrankungen des Darmes erkennen. Beginn ist um 11.30 Uhr.
Detaillierte Vorträge zum Thema Vorsorge und Früherkennungsmethoden von Darmkrebs hören Interessierte am Montag, 16. März, von Dr. med. Dirk Mayer, Chefarzt der I. Medizinischen Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie am Klinikum Coburg, und am Donnerstag, 19. März, von Dr. Ralph Mäffert, Chefarzt der Inneren Medizin in der Klinik Neustadt.
Prof. Dr. Bernhard J. Leibl, Chefarzt der I. Chirurgischen Klinik für Allgemeinchirurgie am Klinikum Coburg, erläutert am Donnerstag, 26. März, was auf die Patienten im Falle einer Operation zukommt und zeigt, welcher technischen Hilfsmittel - wie Lupenbrille oder 3-D-Technik - sich die Chirurgen bedienen. Beginn ist um 19 Uhr im Klinikum Coburg.
Wissenschaftler schätzen, dass sich jeder dritte Betroffene durch Ernährungsumstellung und eine günstige Lebensweise davor bewahren könnte, an Krebs zu erkranken. Wie eng das Darmkrebsrisiko von Ernährungsfaktoren abhängt, welche Substanzen in Lebensmitteln das Darmkrebsrisiko fördern und welche Ernährungsweise davor schützt, beleuchtet am Montag, 23. März, Dr. Ulrike Eigner, Diplom-Ökotrophologin und Ernährungsberaterin, in ihrem Vortrag "Mit Messer und Gabel gegen (Darm-)Krebs" im Klinikum Coburg. Die Teilnehmer erhalten außerdem alltagstaugliche Tipps, wie sie mit Genuss essen und trinken und dabei das Krebsrisiko senken können.
Alle Vorträge beginnen um 19 Uhr. Die Vorträge im Klinikum Coburg finden im Hörsaal, Ebene 3, statt. Der Vortrag am 19. März findet in der Klinik Neustadt im Aufenthaltsraum statt. Eine Anmeldung zu den Vorträgen ist erforderlich. Weitere Informationen und Anmeldung unter Telefon 0 95 61 / 88 25-0 oder online unter www.vhs-coburg.de. red