Die Renovierung des Verwaltungsgebäudes in Trebgast, das jetzt über einen neuen Außenaufzug auch barrierefreie zugänglich ist, ist abgeschlossen. "Jetzt sind weitere Umbauten im Kellergeschoss notwendig", sagte der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Trebgast, Herwig Neumann, bei der Gemeinschaftsversammlung.

In einer Begehung mit dem Datenschutzbeauftragten sei festgelegt worden, wie der Serverraum künftig in verschiedene Brandschutzeinheiten aufgeteilt werden kann. Nach Ansicht von Bürgermeister Günther Hübner (Harsdorf) lässt sich der große Raum durch Mauer- oder Trockenbauwände relativ gut abgrenzen. "Dass der Server offen im Raum steht, geht halt einfach nicht mehr." Die dafür erforderlichen Mittel sind bereits im Haushalt eingestellt.

Mit der Firma Schwender aus Thurnau wurde die Möglichkeit einer Heizungsumstellung erörtert. "Die 21 Jahre alte Ölheizung funktioniert zwar noch. Angesichts steigender Heizölkosten durch die ständige Erhöhung der CO2-Steuer müssen wir auch über Alternativen nachdenken", erklärte Neumann (Trebgast). "Beispielsweise wären die räumlichen Voraussetzungen für eine Pelletheizung vorhanden. Hier müssen wir am Ball bleiben."

Manfred Zapf (Harsdorf) bat darum, die Wirtschaftlichkeit im Auge zu behalten. "Eine funktionierende Heizung sollten wir nicht einfach rauswerfen." Wilhelm Lauterbach (Harsdorf) wies darauf hin, bei einer eventuellen Änderung der Heizungsanlage rechtzeitig Kontakt mit dem Energieberater aufzunehmen. Das könne eventuell einen höheren Zuschuss bewirken.

Ermittelt und festgestellt wurde die Jahresrechnung 2019. Nachträglich genehmigte das Gremium außerplanmäßige Haushaltsüberschreitungen. Herwig Neumann merkte an, dass die übliche Rechnungsprüfung coronabedingt derzeit nicht möglich ist und zu gegebener Zeit nachgeholt wird.

"Einstimmig, danke"

Wenn die Verabschiedung eines Haushalts auf der Tagesordnung steht, bildet sie normalerweise den Mittelpunkt einer Sitzung. Aber was ist derzeit schon normal. Herwig Neumann begann: "Der Entwurf wurde allen Mitgliedern mit der Ladung zugestellt. Der Verwaltungshaushalt weist 797 700 Euro, der Vermögenshaushalt 99 700 Euro aus."

Eine Darlehensaufnahme sei nicht vorgesehen. Der nicht gedeckte Bedarf liege bei 625 000 Euro und werde nach dem Einwohnerstand vom 30. Juni 2020 auf die Mitgliedsgemeinden umgelegt. Die notwendigen Investitionen sind Neumann zufolge durch die Verbesserung des Datenschutzes begründet. "Sie wurden uns mehr oder weniger aufgedrückt und können nicht aufgeschoben werden. Die Verwaltungsgemeinschaft arbeitet sparsam und wirtschaftlich. Die Verwaltung macht einen guten Job. Wer ist für den Haushalt 2021? Einstimmig, danke." Punkt.

Der Berichterstatter blickte etwas ratlos in den Sitzungsraum. Aufklärung erhielt er am nächsten Tag von Kämmerer Tobias Müller. "Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Kommunen angehalten, Sitzungen so kurz wie möglich abzuhalten. Daher wurden den Gemeinschaftsmitgliedern sowie allen Gemeinderäten Eckdaten und Informationen zum VG-Haushalt vorab per E-Mail überlassen. Um den Vorgaben gerecht zu werden, wurde bei der Verabschiedung überwiegend auf diese Unterlagen verwiesen." So weit, so schlecht, zumindest für die Öffentlichkeit.

Auf Nachfrage gab der Kämmerer dann Auskunft über einige Details: Der Verwaltungshaushalt fällt um 7900 Euro geringer aus als im Jahr 2020. Nahezu gleich geblieben sind die Ausgaben für Personal mit 578 400 Euro. Die Ausgaben für den sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand sind mit 174 100 Euro um 2100 Euro niedriger als im Vorjahr. Als Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt sind 43 600 Euro vorgesehen. Der Vermögenshaushalt steigt um 28 900 Euro (40,82 Prozent). Vorgesehen sind Investitionen von 57 000 Euro für den Kellerumbau und die Glasfaserverkabelung, 18 000 Euro für EDV- und Zimmerausstattungen sowie 24 700 Euro für Tilgungen.

Unterdeckung beträgt 625 000 Euro

Im Ergebnis ergibt sich eine Unterdeckung von 625 000 Euro - 153,56 Euro pro Einwohner - , die durch eine Umlage ausgeglichen wird. Aufgrund der Einwohnerzahlen zum 30. Juni 2020 ergeben sich für Harsdorf (963 Bürger) 147 881 Euro, für Ködnitz (1536) 235 872 Euro und für Trebgast (1571) 241 247 Euro. Der Schuldenstand wird Ende 2021 etwa 100 000 Euro betragen.

Günther Hübner bat die Bürger der VG, auf der Internetseite der jeweiligen Gemeinde öfter einmal die Rubrik "Aktuelles" aufzurufen.

Zu Beginn der Sitzung hatte die Versammlung ihres überraschend verstorbenen langjährigen Mitglieds Reinhold Dippold gedacht.