57 Mal wird die Bushaltestelle Egloffsteiner Kindergarten, die mittlerweile schon zum Umsteigeplatz für das Trubachtal geworden ist, am Tag von Bussen angefahren. Wer die Stelle kennt, weiß, dass es dort oft ziemlich eng zugeht. Noch enger wird es, wenn mehrmals am Tag bis zu fünf Busse gleichzeitig dort stehen. Sie blockieren damit vor allem private Aus-und Einfahrten.
Daher sucht man im Landratsamt Forchheim schon länger nach einer Ausweichstelle und glaubt diese jetzt auch gefunden zu haben. Der bisherige Wan-derparkplatz beim Ortsende Richtung Hammerbühl sei ideal geeignet. Deshalb will der Kreis demnächst 250 000 Euro für die notwendigen Umbauten investieren.


Stellplätze geplant

Die Planungen dazu laufen auf Hochtouren. Die Gemeinde will die günstige Gelegenheit nutzen, einerseits den Busbahnhof barrierefrei zu gestalten und andererseits die restliche Fläche so zu gestalten, das auch wieder viele Parkplätze entstehen.
Sogar ein Wohnmobilstellplatz ist angedacht, dazu 25 Fahrradstellplätze, zwei Behindertenparkplätze und zwei Mutter-Kind-Plätze sowie einige Motorradstellplätze. Das alles hat mit dem eigentlichen Busparkplatz wenig zu tun, sodass die Kosten der Umgestaltung zulasten der Kommune gehen würden. Auf rund 125 000 Euro wird die Umbaumaßnahme geschätzt, davon kann die Gemeinde bis zu 60 Prozent Zuschüsse abziehen. Nun soll ein einstimmig genehmigter Ingenieurvertrag Klarheit darüber bringen, was machbar ist und wie viel es letztendlich kostet.
Das Thema "barrierefreier Busbahnhof" soll Teil des landkreisweiten Konzeptes werden, wonach bis zum Jahr 2019 alle Bushaltestellen, sofern es möglich ist, barrierefrei gestaltet werden sollen. Eine eigens zusammengestellte Prioritätenliste zeigt für die Gemeinde Egloffstein vor allem vier Bushaltestellen auf, die in absehbarer Zeit umgebaut werden sollen.
Dazu gehört der neue Umsteigeplatz, die Haltestelle beim Wildpark Hundshaupten, die Haltestelle in Bieberbach (Raiffeisenbank) und die Haltestelle in Affalterthal beim alten Rathaus.
"Bei der Haltestelle beim alten Rathaus stoßen wir schon an die Grenzen des Machbaren", sagte Bürgermeister Stefan Förtsch (CSU). Die eine Seite der Fahrbahn ist optimal zum Aus- und Einsteigen geeignet, gegenüber, auf der anderen Straßenseite, wird es dagegen sehr schwierig eine flache Stelle zum Aussteigen eines Rollstuhlfahrers zu finden.


Konkrete Pläne

Zwei weitere Haltestellen - in Hundshaupten und Egloffstein - gehören zur "Priorität drei". Hier soll es bis 2019 konkrete Umbaupläne geben.
Die Klärschlammverwertung stellt die Betreiber der elf Kläranlagen im Landkreis vor immer größere Herausforderungen. Die Grenzwerte sinken, der Verschmutzungsgrad steigt, sodass es immer schwieriger wird, den Klärschlamm aufs Feld auszubringen und damit dem ökologischen Kreislauf zurück zu geben. Die einzige Alternative ist das Entsorgen von ausgepresstem Klärschlamm, beispielsweise in stillgelegten Steinbrüchen.
Vor allem Brennereibetriebe in der Region sorgen kurzzeitig für Höchstwerte in den Messstationen, so dass die Ausbringung auf Felder fast unmöglich wird. Zusätzlich zur Problematik der Klärschlammverwertung will man auf Kreisebene Kosten dadurch sparen, dass man notwendige Anschaffungen als Sammelbestellung günstiger bekommt. Außerdem hofft man mit der Gründung eines Dachverbandes an Zuschüsse für interkommunale Zusammenarbeit zu kommen. Die Stadtwerke in Forchheim sollen dabei ob ihrer großen Erfahrung als "Leitbetreiber" fungieren. Der Gemeinderat Egloffstein hat sich einstimmig für die Gründung eines Dachverbandes ausgesprochen.