Karl-Heinz Hofmann In der konstituierenden Sitzung des Weißenbrunner Gemeinderats gab es harmonische Töne. Dies lag einerseits an der feierlichen, musikalischen Einstimmung durch die Familie Soyez-Plitzner und andererseits aber auch an der Einstimmigkeit im Gremium: Über Parteigrenzen hinweg wurden einstimmig Michael Gödel (FW) zum Zweiten Bürgermeister und Ruth Tölg (SPD) zur Dritten Bürgermeisterin gewählt.

Zur Wahl des neuen Bürgermeisters Jörg Neubauer von der SPD stimmten Dirigent Marco Plitzner, seine Frau und die Vorsitzende des Musikvereins Ninette Soyez-Plitzner mit ihren Kindern das Weißenbrunner Heimatlied an - zur Freude des neuen Gemeindeoberhauptes und der 14 Räte.

Das älteste Ratsmitglied, Günther Oßwald von der SPD, hatte die ehrenvolle Aufgabe, den neuen Bürgermeister zu vereidigen. Anschließend lag es diesem deutlich am Herzen, einige Worte an das Gremium zu richten. Er dankte den ausgeschiedenen Räten für deren Verdienste in den vergangenen Jahren um das Gemeinwohl. Seinem Vorgänger und Parteigenossen Herrmann, der 18 Jahre lang den Chefsessel im Rathaus innehatte, dankte er im Besonderen, weil er sich "mit all seinen Kräften und Möglichkeiten für das Wohl der Bürgerinnen und Bürger" eingesetzt habe. Sein Dank galt auch den Fraktionsvorsitzenden Günther Oßwald (SPD), Alexander Bauer (CSU) und Christian Spindler (FW), welchen schon in den Vorgesprächen ein parteiübergreifender Wunsch zum Miteinander anzumerken war.

Solarpark und Kreisstraße

Die Corona-Krise beeinflusste deshalb nicht nur den äußerlichen Rahmen der Sitzung - sondern sie wird auch für das neue Gremium eine große Herausforderung für die Zukunft bedeuten. Doch auch abseits von Corona gibt es viele Herausforderungen: Jörg Neubauer verwies auf Großprojekte wie die Dorferneuerung in Hummendorf mit dem Ausbau der Kreisstraße 5, die Sanierung des alten Rathauses und des Lernershauses. Außerdem kam er auf das Feuerwehrhaus in Thonberg/Reuth und mehr zu sprechen und betonte, all diese Projekte, zu denen auch die Errichtung eines Solarparks in Gössersdorf gehörten, ließen keine Parteipolitik zu. Einigkeit herrschte dann auch bei den Personalentscheidungen: Christian Spindler (FW) schlug zur Wahl des Zweiten Bürgermeisters Michael Gödel (FW) vor. Weder die CSU- noch die SPD- Fraktion brachten einen weiteren Vorschlag. Gödel wurde mit 15 Stimmen und damit einstimmig gewählt. Günther Oßwald (SPD) schlug seine Parteikollegin Ruth Tölg als Dritte Bürgermeisterin vor. Dem Vorschlag schlossen sich CSU- und FW-Fraktion an, so dass auch Tölg einstimmig gewählt wurde.

Auch die Besetzung der Ausschüsse verlief einvernehmlich.