Was zu erwarten war: Zur gestrigen Gläubigerversammlung im Insolvenzverfahren gegen einen früheren Kulmbacher Autohändler ist kein einziger der rund hundert Betroffenen im Bayreuther Justizgebäude erschienen. Dies teilte Rechtsanwalt Thomas Hofmann, der als Insolvenzverwalter den Termin anberaumt hatte, auf Anfrage der BR mit.
Wie in der Samstagsausgabe berichtet, wollte der damals 35-Jährige im Spinnereigebäude eine Gebrauchtwagen-Ausstellung mit rund 1000 Fahrzeugen etablieren. In der Zeit zwischen 1999 und 2002 hatte er von Autolieferanten Wechsel als Sicherheit angenommen, die er aber nicht in seinem Safe hinterlegte, sondern zu Geld machte. Der Bank und den Händlern, deren Existenzen dadurch bedroht und teilweise sogar zerstört wurden, entstand ein Schaden in Höhe von rund fünf Millionen Euro.
Den letztlich noch verbliebenen offenen Forderungen von 996 000 Euro stand ein Betrag von 0,00 Euro gegenüber, weshalb Rechtsanwalt Hofmann bereits eine Einstellung des Verfahrens mangels Masse vorgeschlagen hatte. "Diesen Vorschlag wird das Gericht nun in den nächsten vier bis sechs Wochen umsetzen", so Hofmann, demzufolge das juristische Ende dieses Verfahrens nur noch eine Formalität ist.