Eine ganze Reihe von Bauangelegenheiten beschäftigte die Wachenrother Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung. Neben zwei Bauanträgen, die im Freistellungsverfahren vorlagen, waren dies auch etwas kritischere Bauvorhaben. So eine Bauvoranfrage für den Ortsteil Reumannswind. Dort will ein Antragsteller mehrere Wohnhäuser errichten. Da es wegen der Erschließung Klärungsbedarf gibt, stellte Bürgermeister Friedrich Gleitsmann (CSU) den Antrag, diesen Punkt zurückzustellen. Er sieht Bedarf, zunächst Gespräche mit den Antragstellern zu führen. Zurückgestellt wurde auch der Vorbescheid auf den Neubau einer Busgarage, einer Betriebsleiterwohnung und einer Büroerweiterung in Wachenroth.

Bei vier Gegenstimmen wurde der Errichtung eines Sichtschutzes aus Beton in der Wohnlage Am Saugraben 17 zugestimmt. Für die Errichtung der Betonwand bis zu einer Höhe von 1,80 Meter war eine "isolierte Befreiung" notwendig, da nach den Festsetzungen des Bebauungsplans nur ein Maschendrahtzaun von einem Meter zulässig ist. Wie Gleitsmann sagte, soll der Schutz aus Beton aufgrund von Vorfällen wegen der Hunde auf den benachbarten Grundstücken errichtet werden. Für Andreas Pohle (SPD) waren die fehlenden Nachbarunterschriften ein Grund für die Ablehnung.

Ebenfalls ein bis zu zwei Meter hoher Betonsichtschutz wurde für das Grundstück Am weißen Berg 28 beantragt. In diesem Fall segneten die Räte das Vorhaben einstimmig ab. Die Unterschriften der Nachbarn lagen vor.

Beschlüsse zur Gestaltung des Ortszentrums im Rahmen der Dorferneuerung wurden in der Sitzung nicht gefasst. Obwohl vor der Sitzung eine Ortsbesichtigung durch einige Räte und den Bürgermeister stattgefunden hatte. Besucher der Sitzung warteten mehr als 15 Minuten auf das Eintreffen der Abordnung vor der Halle. Wie Gleitsmann berichtete, war der "Hauptakteur" für die Grüngestaltung, der Landschaftsarchitekt Detlev von Witzleben, verhindert, so dass dieser Punkt auf einen späteren Zeitpunkt verlegt werden musste.

In Weingartsgreuth war ein Wohnmobil, das seit längerer Zeit auf dem Gelände der alten Raiffeisenbank steht, einer Bürgerin aufgefallen. Nach der Diskussion in der Sitzung wollen die Räte das offensichtlich bewohnte Fahrzeug noch bis Ende der Ferien dulden. Es solle jedoch den Standort wechseln und hinter dem vorhandenen Sichtschutz abgestellt werden.