25 Parzellen im "Kühtrieb II" könne die Gemeinde selbst vermarkten, teilte Bürgermeister Gerd Dallner beim offiziellen Spatenstich mit. Zwölf Bauplätze hätten sich die ehemaligen Grundstückseigentümer zurückbehalten.

Neben Dallner hatten sich zum Spatenstich Landrat Hans Kalb, die Ratsmitglieder Markus Vogel und Angela Nusser, Projektbetreuer und Firmenvertreter eingefunden. Die Planungsphase für das neue Wohnquartier in Pommersfelden hatte ungewöhnlich viel Zeit in Anspruch genommen.

Der Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans liegt bereits zwei Jahre zurück. "Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens mussten zahlreiche Einwände - insbesondere von Anwohnern des benachbarten Baugebiets ,Kühtrieb I‘ - abgearbeitet werden", berichtete Bürgermeister Dallner. Bedenken und Einwände habe auch die benachbarte Schreinerei vorgebracht. Diesen wurde im Bebauungsplan mit einer Schallschutzwand (Kosten rund 100 000 Euro) Rechnung getragen.

Nach Abwägung aller Bedenken sei jedoch eine gute Gesamtlösung gefunden worden, sagte Dallner. Ende September 2019 sei die Bauleitplanung, die das Bamberger Büro Strunz ausgeführt habe, in Kraft getreten. Die 25 Bauplätze, die der Gemeinde zur Verfügung stehen, seien mehrfach überzeichnet, teilte Bürgermeister Dallner mit. Über die Vergabe der Baugrundstücke entscheide der Gemeinderat. Inzwischen sei die Bewerberliste geschlossen.

Die Parzellen hätten eine Größe zwischen 500 und 1000 Quadratmetern. Je nach Grundstücksgröße und Lage sehe der Bebauungsplan zwei oder vier Wohneinheiten vor. Die Baufrist für die Grundstücke betrage fünf Jahre.

Die Preise

Aktuell gehe die Gemeinde von einem Preis von 110 bis 130 Euro je Quadratmeter (erschlossen) aus. Mit dem Abschluss der Erschließung werde im September 2021 gerechnet. Die Erschließung habe das Höchstadter Tiefbaubüro Maier geplant. Die Gemeinde habe die KFB-Baumanagement, Reuth, als Erschließungsträger unter Vertrag genommen. Die Erschließung mit Straße, Kanal und Wasser sei bereits an die Firma Newo-Bau, Theres-Horhausen, vergeben.

Da aufgrund der großen Nachfrage nicht alle Bauwerber berücksichtigt werden konnten, plane die Gemeinde bereits weitere Baugebiete in den Ortsteilen Sambach und Steppach.