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Frensdorf

Frensdorf macht die Hausaufgaben

Kläranlage und Bauhof der Gemeinde Frensdorf werden den gestiegenen Anforderungen angepasst. Mit der Inbetriebnahme einer neuen stationären Klärschlammpresse wurde bereits eine wichtige Aufgabe gelöst.
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Es gibt immer was zu tun, sagt ein bekannter Werbeslogan. Für Kläranlage und Bauhof der Gemeinde Frensdorf könnte er treffender nicht sein. Obwohl bereits in den vergangenen Jahren enorm investiert wurde, stehen neue Maßnahmen an. Schließlich muss in einer wachsenden Gemeinde auch die Infrastruktur mitziehen. Dies wollte Bürgermeister Jakobus Kötzner in einer "Sitzung vor Ort" insbesondere den neuen Gemeinderäten demonstrieren.

Langsam, aber stetig ist nach den Worten des Bürgermeisters Frensdorf mit seinen 14 Gemeindeteilen in den letzten Jahren auf 5200 Einwohner gewachsen. Entsprechend ausgelastet ist auch die Kapazität der gemeindlichen Kläranlage. Wobei die südlich gelegenen Gemeindeteile mit den Ortschaften Schlüsselau, Herrnsdorf, Ellersdorf, Lonnershof und Wingersdorf über einen Abwasserzweckverband in die Kläranlage nach Sambach einleiten.

Dennoch sei in der Anlage in Frensdorf "nicht mehr viel Luft", wie die Klärwärter Georg Dauer und Daniel Amtmann hören ließen. Die Gemeinde ist bereits tätig geworden und hat ein Bamberger Ingenieurbüro mit Neuberechnungen beauftragt.

Neue Klärschlammpresse

Eine wichtige Investition in die Zukunft kann jedoch als erledigt abgehakt werden: Ende Dezember konnte eine neue stationäre Klärschlammpresse in Betrieb genommen werden. 560 000 Euro investierte die Gemeinde in die Presse samt Betriebsgebäude. Notwendig geworden war die Anschaffung, weil Klärschlamm nicht mehr in der Landwirtschaft verwertet werden darf.

"Obwohl wir kein Problem mit Schadstoffen im Klärschlamm haben", wie Bürgermeister Kötzner betont. Dennoch ist er "froh, dass wir uns rechtzeitig entschieden und gehandelt haben". Bis zu 75 Prozent des Wassers werde aus dem Klärschlamm gepresst. Das ausgepresste Wasser werde in die Kläranlage geleitet und dort gereinigt. Der schon sehr trockene Rest des Klärschlamms werde abtransportiert und weiter getrocknet. Schon bald soll das in der Trocknungsanlage des Landkreises geschehen, die in Strullendorf errichtet wird.

In gleicher Sitzung sprachen sich die Räte mittels einer verbindlichen Erklärung dafür aus, ihren Klärschlamm in Zukunft der von den Regionalwerken Bamberg geplanten Anlage zu überlassen.

Salzhalle dringlichster Wunsch

Mit den neuen Baugebieten, öffentlichen Flächen, Straßen und Spielplätzen sind auch die Aufgaben des Gemeindebauhofs gewachsen. Mitte letzten Jahres ging auf der Gerätehalle eine Photovoltaikanlage in Betrieb, die mehr Strom erzeugt als in Kläranlage und Bauhof verbraucht wird.

Noch stapeln sich in der Gerätehalle zwischen den Einsatzfahrzeugen die Salzsäcke für den Winterdienst. Nicht gerade gut für die Gerätschaften, wie Bauhofleiter Heribert Dotterweich meinte. Das soll sich jedoch bald ändern.

An einem bereits fertigen Plan erläuterte Dotterweich, wo künftig das Salz lagern soll: Eine nach zwei Seiten offene Salzhalle samt Zwischenbau ist sein dringlichster Wunsch. Dann erst folgt die Erweiterung der Bauhofhalle, die durch einen Anbau künftig um etwa 80 Quadratmeter größer werden soll. Vor der Halle wurde bereits ein Waschplatz mit Ölabscheider angelegt. Dieser Platz soll eine Überdachung bekommen, damit die Bediensteten - speziell im Winter - bei ihrer Arbeit vor Regen und Schnee geschützt sind.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme seien auf rund 200 000 Euro geschätzt, antwortet Bürgermeister Kötzner auf die entsprechende Frage.