Die Ortsdurchfahrt in Weingarts wird erneuert. Das Straßenbauamt ist bereit. "Jetzt müssen wir unsere Hausaufgaben machen", meinte Bürgermeister Konrad Ochs (CSU/Bürgerblock), denn im Zuge der Sanierung der Kreisstraße soll auch der Kanal erneuert werden. Eine Kanaluntersuchung fand bereits statt, mit dem Ergebnis, dass der Kanal recht gut erhalten ist, jedoch ein zu geringes Fassungsvermögen hat, was bei Hochwasser sichtbar wird. Auch für die Stromversorgung wurden mittlerweile Kabel verlegt.

Eigentlich sollten dann die Ingenieurverträge für die Inspektion und Berechnung vergeben werden. Doch das Gremium brachte seinen Unmut über die Vorgehensweise des staatlichen Bauamts zum Ausdruck. "Die ganze Zeit haben wir gedrängt und es ist nichts passiert. Nun können wir schauen, wie wir mit dem Kanal hinterher kommen", kritisierte Hartmut Schmidt (Demokratie). "Sie planen alles wunderbar, aber wir haben keine Möglichkeit einzugreifen", meinte Ernst Strian (Demokratie) und nannte die Bordsteinhöhe als Beispiel. "Wenn der Lkw nicht über den Bordstein fährt, dann springt er darüber. Ich bin kein Freund, dass einfach etwas hingebaut wird", ärgerte sich Strian. Die Ortsdurchfahrt sei einfach zu eng.

Die Gehwege sind im Hohheitsbereich der Gemeinde und müssen von dieser bezahlt werden. Auch von dem möglicherweise angedachten Flüsterasphalt war nicht jeder begeistert. Doch wie geht es nun weiter, wollte das Gremium wissen. Das entscheidet die Gemeinde, soll jedoch zeitnah erfolgen.

Für die Kanalinspektion und Zustandsbewertung der Ortsdurchfahrt Weingarts wurde nun der Ingenieurvertrag an das Büro Weyrauther in Bamberg für 4350 Euro netto vergeben. Ebenfalls an das Büro vergeben wurde der Ingenieurvertrag für die Kanalnetzberechnung in Weingarts für 8510 Euro. Nach Ostern soll mit der Bauausführung begonnen werden.