Die Bedeutung, die das Frankenmasters für den Coburger Mohr hat, hat die Gala-Show Effect's & more für die Effect's. "Ursprünglich hatten wir die Veranstaltung für Ende März, kurz nach der Deutschen Meisterschaft, geplant. Dann wollten wir sie auf Mai verlegen - das ging auch nicht", berichtet Vorsitzender Markus Wagner. Für den Verein ist die Veranstaltung enorm wichtig. "Effect's & more ist für uns der Saisonabschluss, bei dem sich alle Gruppen gegenseitig ihre Tänze vorstellen. In Coburg und Umgebung ist die Veranstaltung mit bis zu 2000 Zuschauern ein Event", zählt er auf. Außerdem deckt der Verein mit den Einnahmen unter anderem Kosten für Kostüme, Requisiten und die Trainingshalle.

Situation großer Unsicherheit

Wie alle Vereine fanden sich auch die Effect's plötzlich in einer Situation großer Unsicherheit. "Normalerweise trainieren wir immer in Gruppen von rund 40 Personen", sagt Wagner. Als das Training zwischen den zwei Lockdowns wieder losgehen konnte, mussten die Mannschaften in Gruppen geteilt werden. "Ab dem 6. Juni durften wir mit jeweils zehn Kindern in der Halle trainieren, ein Teil der Kinder ist für das Training auf den Parkplatz gegangen", erzählt Jugendtrainerin Emily Hopf. Das Training auf dem Parkplatz sei jedoch nur bedingt möglich gewesen. Die vorbeifahrenden Autos waren ein Ablenkungsfaktor.

Wiedereinstieg am schwierigsten

Am schwierigsten empfand sie die Gestaltung des Trainings nach der mehrwöchigen Pause im März: "In der Jugend haben zwölf neue Kinder angefangen, für die wir dann Erklärvideos gedreht haben."

Während der Trainingseinheiten in der Halle zwischen beiden Lockdowns haben sich die Kinder vorbildlich verhalten. "Die Kinder sind mit Maske in die Halle gegangen und haben sich auf ihren Platz gestellt", sagt Hopf, natürlich sei es schwerer gewesen, den Kindern beispielsweise die Grundschritte zu erklären ohne sie dabei zurecht rücken zu können. "Während des Trainings standen alle Tänzerinnen statisch auf einem Fleck. Zu einer Choreografie gehört mehr als das Tanzen der Schritte auf der Stelle. Auf der Bühne sind alle ständig in Bewegung - mit Mindestabstand konnten wir das nicht trainieren", ergänzt Wagner.

Mit dem erneuten Lockdown Anfang November musste erneut vom Hallen- auf Online-Training umgestellt werden. "Alle 40 Jugendtänzerinnen schicken Videos, auf denen sie die Choreografien tanzen. Ich seh mir die Videos dann an, mache mir Stichpunkte und sende, ebenfalls per Video, ein Feedback", beschreibt Hopf die Trainingsmethode. Um allen Tänzerinnen Rückmeldung zu geben, braucht sie fünf Stunden. Natürlich sei es per Video nicht möglich, neue Choreografien einzustudieren. cd