Im Rahmen einer Feierstunde beging der Arbeitskreis SchuleWirtschaft im großen Sitzungssaal des Landratsamtes sein 25-jähriges Bestehen. Die beiden Vorsitzenden, der für den Bereich Wirtschaft zuständige Hartmut Brückner von der Sparkasse und der für den Bereich Schule zuständige Christian Förtsch, Schulleiter der Albert-Blankertz-Schule in Redwitz, freuten sich über den großen Zuspruch.

Seit 25 Jahren leiste der Arbeitskreis SchuleWirtschaft einen kontinuierlichen Beitrag, um den Dialog zwischen Schulen und Wirtschaft zu fördern, betonte Landrat Christian Meißner. Damals sei es allerdings schwierig gewesen, eine Ausbildungsstelle zu bekommen, heute seien die jungen Leute von den Firmen gesucht, so dass Fachkräftegewinnung ein entscheidendes Thema für die Zukunft sei. So gehe aus dem Bericht der Arbeitsagentur hervor, dass im Berichtsjahr 2018/2019 insgesamt 5879 gemeldete Berufsausbildungsstellen auf 3253 bei der Berufsberatung gemeldete Bewerber entfielen. Der "Kampf um die Köpfe" habe also nicht nur begonnen, sondern sei in vollem Gang. Entscheidend sei es, die richtigen Bewerber mit den richtigen Unternehmen zusammenzubringen - und hier leiste der AK SchuleWirtschaft einen wichtigen Beitrag.

Unter den vielen Aktivitäten nannte Meißner zuerst die seit 1995 jährlich ausgetragene Ausbildungsmesse, die zu einer Erfolgsgeschichte geworden sei, indem sie ein sichtbares Zeichen für Vielfalt und Qualität in der Zusammenarbeit von Schulen und Wirtschaft setze.

Was passt für wen?

Ein wichtiges Projekt sei auch der vom Landkreis initiierte "Lichtenfelser AusbildungsLöwe", mit dem Ausbildungsbetriebe im Landkreis ausgezeichnet werden. Das vom Arbeitskreis zum Schulbeginn an die Schüler der beiden letzten Jahrgangsstufen ausgegebene Hausaufgabenheft mit Kalendarium heimischer Unternehmen sei eine begehrte Broschüre. Unerlässlich sei auch die Organisation von Betriebserkundungen, um den Lehrkräften bei Gesprächen mit Inhabern und Ausbildungsleitern Einblicke zu geben, welche Möglichkeiten sich für die Schüler hinsichtlich Praktika oder Ausbildungsplätze bieten. Die "Job-Rallye", ein Projekt von Mittelschulen, Handwerksbetrieben und Arbeitskreis, solle einerseits den jungen Leuten den bevorstehenden Einstieg ins Berufsleben erleichtern und biete andererseits den Firmen die Möglichkeit, motivierten Nachwuchs zu finden.

Entscheidend für den Landkreis sei eine optimale Bildungsinfrastruktur. Dass dies möglich sei, zeige die Auszeichnung "zertifizierte Bildungsregion", die der Landkreis 2018 vom bayerischen Wissenschaftsministerium erhalten habe. Aktuell sei man auf dem Weg, "digitale Bildungsregion" zu werden. Der Landkreis investiere ständig in seine Schulen, um den Schülern bestmögliche Ausbildungsmöglichkeiten zu bieten.

Perspektiven aufgezeigt

Auch die stellvertretende Leiterin der Geschäftsstelle des Arbeitskreises SchuleWirtschaft Bayern, Pia Schwarz, eine gebürtige Lichtenfelserin, war aus München angereist, um dem AK zu gratulieren. Dieser habe in den 25 Jahren sehr viel bewegt und dazu beigetragen, den jungen Menschen Perspektiven aufzuzeigen. In den letzten zehn Jahren sei der Arbeitskreis besonders erfolgreich gewesen. Dabei hätten sich besonders Sparkassendirektor Roland Vogel als Vorsitzender für den Bereich Wirtschaft, der Rektor der Herzog-Otto-Mittelschule, Wolfgang Fischer, als Vorsitzender des Bereichs Schule, Schulamtsdirektor Norbert Hauck und der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Walter Partheymüller hervorgetan. Dafür zeichnete sie diese vier aus.

Abschließend stellte sich der erweiterte Vorstand des Arbeitskreises SchuleWirtschaft vor, der sich neben den beiden Vorsitzenden Hartmut Büchner und Christian Förtsch noch aus der Geschäftsführerin Cornelia Schaller, der Schulamtsdirektorin Stefanie Mayr-Leidnecker und dem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Sparkassenbetriebswirt Stefan Schneyer zusammensetzt.

Für die musikalische Umrahmung der Feier sorgte das Blasorchester der Herzog-Otto-Mittelschule Lichtenfels unter der Leitung von Florian Ebert.