Matthias Einwag Der Schulbetrieb läuft an diesem Werktag in der Vorweihnachtszeit in geregelten Bahnen. Dass etwas mit den Gebäuden nicht stimmt, lässt sich nur an den Decken von Gängen und Räumen erkennen, die mit Kunststofffolien verkleidet sind.

Nachdem bei Vorbereitungen zur Generalsanierung im Sommer unerwartet Schadstoffbelastungen erkannt wurden, beauftragte der Landkreis eine Fachfirma damit, die betroffenen Räume zu reinigen und sie so zu verkleiden, dass keine Asbestfasern austreten können. Kontrolluntersuchungen bestätigten, dass dies erreicht wurde, so dass die Gebäude bis zur Sanierung genutzt werden können.

Drei Varianten sind denkbar

In 18 Räumen seien Ende August erhöhte Asbestwerte in der Luft gemessen worden, sagt Schulleiter Peter Gerhardt. Die Reinigung dieser Zimmer begann noch in den Sommerferien. Seit vergangener Woche können alle Räume wieder genutzt werden. "Die Schulleitung und das Landratsamt stehen in engem Austausch", um gemeinsam einen Weg zu finden, fährt er fort. Drei Varianten seien denkbar, um den Schulbetrieb auf Dauer sicherzustellen: die Sanierung bestimmter Gebäudeteile, der Abriss der ursprünglich zur Sanierung vorgesehenen Bausubstanz sowie ein Komplettneubau. Elternbeirat, Personalrat und Schulleitung seien in die Planung involviert. "Uns wäre der Komplettneubau die liebste Variante", sagt Gerhardt. Darüber, welche Variante machbar und bezahlbar ist, wird der Kreisausschuss in der nächsten Sitzung im Januar entscheiden.

Es sei vorgesehen, den Schulbetrieb, der jetzt in belasteten Gebäudeteilen stattfindet, für die Zeit der Sanierung oder des Neubaus in Container zu verlagern, sagt Peter Gerhardt. Diese könnten auf dem jetzt als Hartplatz genutzten Grundstück neben der Schule aufgestellt werden. Andreas Grosch, der Pressesprecher des Landratsamtes, bestätigte diese Pläne: Der Kreis werde für rund drei Millionen Euro Container kaufen und sie auf dem Hartplatzgelände aufstellen. Ersatzweise werde ein Sportplatz an anderer Stelle im Umfeld der Schule eingerichtet.

Peter Gerhardt ergänzt, dass im Februar überall dort weitere Kontrollmessungen stattfinden werden, wo die Gefahr besteht, dass Asbest über die Decken austreten könnte. Er geht zudem davon aus, dass die seit 2018 planerisch vorbereitete Generalsanierung mehrere Jahre dauern wird. Das Landratsamt, sagt er, informiere die Schulleitung stets über den aktuellen Stand, indem es Prüfberichte und Messergebnisse weitergebe.