"Kommt, wir wollen Laterne laufen", heißt es in einem Kinderlied zum Sankt-Martins-Tag. Nun mussten in diesem Jahr coronabedingt leider alle Martinsumzüge ausfallen. Kein fröhliches Rabimmel, rabammel, rabumm! Der Kindergarten der Marktgemeinde Mühlhausen war jedoch sehr kreativ und hatte sich etwas einfallen lassen.

Kindergartenleiterin Tina Härtlein und ihr Team hatten einen Rundweg durch den Ort gestaltet und so dafür gesorgt, dass die Kinder trotzdem ihre Freude hatten. Eltern und Kinder konnten den Weg ganz individuell laufen, so dass größere Menschenansammlungen vermieden wurden.

Spannende Stationen

Von der Kirche zum Marktplatz, von dort zum Weikertsbrückla, weiter zum Spielplatz, zur Lutherhöhe, zur Schule und wieder zurück zur Kirche führte die Runde. Zur Orientierung gab es sogar einen Plan mit den einzelnen Stationen. Dort konnte der Mühlhausener Nachwuchs allerhand Spannendes entdecken. Besonders interessant war für die Kinder das Bild an der Kirche. Indem sie den Kopf durch die Öffnung steckten, konnten sie sich selbst wie Sankt Martin fühlen. Sicher wurden viele Fotos gemacht, die noch nach Jahren an diesen besonderen Martinstag erinnern werden.

Vorschulkind Julian fand es deshalb auch gar nicht schlimm, dass der Laternenumzug in diesem Jahr nicht stattfinden konnte. Der Fünfjährige war mit Mama, seinen beiden Brüdern und natürlich den im Kindergarten selbst gebastelten Laternen unterwegs. So wie diese Gruppe zogen am Abend des Sankt-Martins-Tages viele junge Familien durch den Ort, suchten die Stationen auf und waren gespannt, was es dort zu sehen gab.

In Boxen fanden sich - schön zusammengerollt und mit Sternen verziert - Ausmalbilder, Liedzettel oder Rezepte für Martinsgebäck. Außerdem Puzzleteile, die die Kleinen in die Kita mitbringen und dort zusammenfügen sollten.

An der Umzäunung des Spielplatzes wurde in bunten Bildern die Geschichte des heiligen Martin erzählt, der nach der Legende seinen Mantel mit einem Bettler geteilt hat.

Beleuchtete Fenster

Manche Anwohner entlang des Weges hatten ihre Fenster und Toreingänge mit Kerzen oder Laternen beleuchtet, so dass festliche Stimmung aufkam. Am allerschönsten geschmückt war jedoch der Kindergarten selbst. Dort zeigte ein beleuchtetes Fenster ein großes Bild des heiligen Martin auf dem Pferd mit dem davor knienden Bettler. Der Rundweg kann noch bis Sonntag, 15. November, begangen werden.