Der Vorstand der Waldkörperschaft Altenreichthal hatte seine Mitglieder zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung eingeladen. Zentraler Punkt dieser Veranstaltung war die Vorstellung des neuen Forstwirtschaftsplans, der die Aktivitäten und Maßnahmen der nächsten zwanzig Jahre für die Waldflächen festlegt. Vorsitzender Erich Greubel betonte die Notwendigkeit des neuen Planes.
Mike Despang von der Forstbetriebsgemeinschaft Rhön-Saale erläuterte das erforderliche Vorgehen zur Entwicklung des Planes. Zunächst wurde ein Antrag beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten auf Förderung des Forstwirtschaftsplans gestellt. Nachdem die Förderungszusage über 50 Prozent der Kosten vorlag, wurde der Auftrag erteilt. Im Februar dieses Jahres erfolgte ein Grundlagenbegang für die Außenaufnahme durch einen Gutachter. Hierbei ging es darum die Holzvorräte zu erheben und Produktionsziele sowie Waldpunkte festzulegen. Auch die Einteilung der Bestände und die Schätzung jüngerer Bestände wurden vorgenommen.


Mehr Erntemaschinen im Einsatz

Der Abnahmebegang nach Erstellung des Fortwirtschaftsplanes wurde im Juli mit Vertretern des Vorstands, der Forstbetriebsgemeinschaft und des Forstamtes durchgeführt. Dabei wurde der Vorstand über die Baumartenverteilung, den Vorrat und den Zuwachs des Waldes informiert sowie über den Zustand des Waldes und den Vollzug des Fällungsplanes. Die Hauptbaumart ist mit 31 Prozent die Eiche, gefolgt mit 27 Prozent von der Buche. Andere Baumarten sind mit deutlich geringeren Anteilen vertreten. Der Bestand an Eichen nimmt aber ab, da hier der Aufbau neuer Flächen deutlich schwieriger ist als bei anderen Baumarten. Es wurde auch eine neue Karte der Waldflächen der Körperschaft entwickelt.
Besondere Bedeutung kommt eine Anpassung des Hiebsatzes zu, der von rund 700 Festmetern auf 1080 Festmeter erhöht werden soll. Ursache für diese Erhöhung ist laut Despang: "Der Zuwachs an Holzvorräten in den vergangenen Jahren wurde unterschätzt." Für die Waldkörperschaft bedeutet dies, dass in der Zukunft vermehrt Erntemaschinen eingesetzt werden müssen, denn mit dem vorhandenen Personal ist diese Aufgabe nicht zu bewältigen, stellte Erich Greubel fest. Die Mitglieder der Körperschaft stimmten dem neuen Forstwirtschaftsplan einstimmig zu. hla