Eine Ernteszene aus längst vergangener Zeit stellt der diesjährige Teppich zum Erntedankfest in der Wachenrother Pfarrkirche Sankt Gertrud dar. Das Bild mit Mäherinnen und zwei "Mannsleuten" haben fleißige Helferinnen und Helfer während der vergangenen Woche in 96 Arbeitsstunden gelegt.

Erntedankteppiche haben in der Kirchengemeinde eine lange Tradition. Das Getreide und damit das "tägliche Brot", um das im Vaterunser gebetet wird, ist in diesem Jahr das Thema der Darstellung. Ein Feldkreuz im Hintergrund stellt den christlichen Bezug her. Getreidekörner und Ähren bilden auch das Hauptmaterial des fragilen Kunstwerks. Um ein aussagekräftiges Bild zu gestalten, wurden außerdem Kräuter, Gewürze und bunter Sand verwendet.

Die Basis des Ernteteppichs bildet eine Holzplatte. Auf sie wurde die Bildvorlage projiziert und der Vorgabe entsprechend nachgezeichnet. Martin Wichert übernahm die Technik, seine Mutter Petra und zwei Enkelkinder haben die Vorlage auf das Brett übertragen, um das Bild dann zusammen mit Anita Beck (Höchstadt), Simone Martin, Annette Wächtler sowie Eva und Lena Gogolok in aufwändiger Kleinarbeit zu legen.

Geschmückte Seitenaltäre

Aber nicht nur der Hauptaltar der Kirche ist zum Dank für ein gutes Jahr geschmückt: Angelika Reichenbacher und Mesner Andreas Zöbelein haben die beiden Seitenaltäre mit Erntegaben reich ausgestattet und auch die Kirchenbänke mit Gestecken verziert.

Am Erntedanksonntag, 4. Oktober, feiert die Gemeinde in ihrem geschmückten Gotteshaus um 10 Uhr gemeinsam mit dem Ortspfarrer Pater Gabriel Ramos festlichen Gottesdienst. Anschließend ist die Kirche geöffnet. Der Ernteteppich bleibt bis zum Allerheiligenfest liegen. Die Kirche ist für Besucher werktags von 9 bis 18 Uhr und an Sonntagen nach dem Gottesdienst geöffnet.

Evi Seeger