Tobias Kindermann

Wer früh aufsteht, trifft ihn vielleicht. Vor sechs Uhr ist der Ebensfelder Bürgermeister Bernhard Storath (CSU) auf seinem Rennrad unterwegs, es geht raus nach Döringstadt, dann am Main entlang Richtung Bad Staffelstein und wieder zurück. Die Morgenrunde.


Vor 200 Jahren erfunden

Der Bürgermeister kennt sein Gemeindegebiet auf zwei Rädern - und nun möchte Ebensfeld auch denen die schönen Radfahrseiten nahe bringen, die diese noch nicht erlebt haben. "Das ist mir ein persönliches Anliegen", sagt Storath. Zudem - und das soll damit gefeiert werden - wurde das Fahrrad vor 200 Jahren erfunden.
Am Sonntag, 18. Juni, findet von 10 bis 16 Uhr der erste Raderlebnistag des Marktes Ebensfeld statt. Zwei Touren werden ausgeschildert, es gibt viele Aktionen. "Wir haben die Strecken bewusst nicht zu lang gemacht, damit auch Familien sie fahren können", sagt Tobias Walter, der die Aktion von Seiten der Gemeinde mit organisiert.
Tour 1 führt über Unterneuses nach Pferdsfeld Richtung Prächting. Von da aus geht es wieder nach Ebensfeld zurück. "Wir benutzen immer Radwege oder sehr wenig befahrene Nebenstrecken", sagt Walter. Extra gesperrt werden die Touren nicht. Am Haselbach bei Unterneuses wird die Jugendgruppe des Gartenbauvereins einen Infostand aufbauen, in Pferdfeld gibt es eine Pizza-Station. Auf dem Rückweg informiert der Bund Naturschutz (BN) über den Biber.


Stadion ist Start und Ziel

Start und Ziel ist das Stadion des TSV Ebensfeld, wo man sich ebenfalls verpflegen kann und wo der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) einen Infostand aufbaut. Rund 13 Kilometer ist die Route lang.
Etwas kürzer - elf Kilometer - ist der zweite Vorschlag. Auch hier startet man am Stadion, es geht über einen Teil des Mainradweges bis nach Unterbrunn zum Aussichtsturm am Pfad "Maingezwitscher". Dann dreht man wieder um. Die Schlossbergfreunde halten am Feuerwehrhaus Oberbrunn, wo die Fahrradservicestation ist, Verpflegung vor. Von dort aus geht es weiter Richtung Döringstadt, wo die Jugendgruppe des Gartenbauvereins am Erlebnispfad am Ortseingang wartet. Über das Naturbad, wo die Wasserwacht einen Infostand hat, führt die Route zum Stadion zurück. Wer dabei war, kann sich dort eine Teilnehmerurkunde ausstellen lassen.
"Es geht uns um die kleinen Sachen - darum, dass man Pause am Wegrand macht", sagt Walter. Man will schauen, wie das Angebot angenommen wird und es eventuell im kommenden Jahr wiederholen - und vielleicht ausbauen. "Man könnte ein paar Mountain-Trails hinzunehmen", meint Storath.
Und wenn es regnet? Bei schlechtem Wetter wird die Aktion nicht stattfinden - alle aktuellen Informationen stehen auf der Homepage des Marktes Ebensfeld.