Fahrbahnverengungen auf der Autobahn sind bekannt. Diese Verengung bei Autobahn-Baustellen, momentan auch auf der A3 direkt nach der Auffahrt Frauenaurach/Herzogenaurach führt häufig dazu, dass die linke Spur nur für Fahrzeuge mit einer maximalen Breite von zwei Metern befahrbar ist. Darauf weist das Schild mit der Nummer 264 hin. Es zeigt die Aufschrift "2m" auf weißem Grund.

Ein Schild, das sich auch in Herzogenaurach in der Straße "Am Hallertürlein" wiederfindet. Bei der Anfahrt zur Hinteren Gasse kennzeichnet es eine Engstelle, die bereits für den Autofahrer, der mit einer Breite unter zwei Metern unterwegs ist, eine Herausforderung darstellt. So mancher Hinterreifen bleibt an dem Stein hängen, der die Häuserwand vor direktem Kontakt zum Fahrzeug schützen soll.

Fast garantiert ist dieser Treffer, wenn die Kleintransporter der Paketlieferdienste diese Engstelle passieren. Für diese hat das Schild offenbar keinerlei Bedeutung, die Unversehrtheit der Reifen allerdings auch nicht. Maximal zwei Meter darf das Auto breit sein, diese Transportfahrzeuge sind bauartbedingt meist breiter - ohne Außenspiegel. Der muss bei den 2050 bis 2150 Millimeter Breite noch oben aufgezählt werden. Spiegel rechts, Spiegel links und die tatsächliche Breite liegt schnell bei 2,5 Meter.

Der Paketfahrer, darauf angesprochen, gibt es eine weise Antwort: "Ich bin hier schon immer durchgekommen."

Ein treffliches Argument. Die Strafe selber kann nicht ziehen. Sollte jemand an dieser Stelle erwischt werden, wird das Durchmogeln mit 20 Euro geahndet. Sollte der Stein oder eine Häuserwand kaputt gehen, kommt ein Zehner oben drauf.

Fast überfahrene Fußgänger führen zu einer Strafe von 25 Euro - zugeben muss man an dieser Stelle allerdings, dass auch Autos unter zwei Meter den Zweifüßer gefährden, wenn sie diesen zeitgleich in der Engstelle passieren wollen. Nicht unter Strafe stehen die angenervten Anwohner, die sich an das schabende Geräusch "Felge auf Stein" bereits gewöhnt haben.

Als Führer eines Kraftfahrzeuges ist man verpflichtet, Höhe und Breite des Fahrzeugs zu kennen und entscheiden zu können, ob man diese Straße benutzen darf oder nicht. Diese Annahme erledigt sich allerdings, wenn man weiß, wie so mancher Paketbote versucht, kleinere Pakete durch einen Briefschlitz zu zwängen. Da kratzt es nicht nur an der Felge.