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Glosberg

Dreiklang macht Hoffnung

Der Kirchenmusiker Roberto Seidel gab ein Benefizkonzert in der Wallfahrtskirche "Mariä Geburt" in Glosberg.
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Roberto Seidel faszinierte mit eindrucksvollen Klängen zum Thema Glaube, Liebe, Hoffnung mit Werken großer Meister am Königsinstrument Orgel in der Wallfahrtskirche "Mariä Geburt" Glosberg.  Foto: K.- H. Hofmann
Roberto Seidel faszinierte mit eindrucksvollen Klängen zum Thema Glaube, Liebe, Hoffnung mit Werken großer Meister am Königsinstrument Orgel in der Wallfahrtskirche "Mariä Geburt" Glosberg. Foto: K.- H. Hofmann

Karl-Heinz Hofmann Der Orgelvirtuose und Kirchenmusiker Roberto Seidel spielte sich am Königsinstrument in der Wallfahrtskirche "Mariä Geburt" in die Herzen der Frankenwälder. Roberto Seidel ist selbst ein Sohn des Frankenwaldes. Der Organist, Dirigent und Chorleiter ist in Kronach geboren und in Neuglosberg aufgewachsen.

Die Verbindung mit der Landschaft und der Sprache seiner Heimat sowie zu den vielen Menschen, die mit seiner Familie und ihm verbunden sind, nennt er sehr wertvoll und wichtig. Daher wollte er mit diesem besinnlichen Abends in der Wallfahrtskirche Mariä Geburt Glosberg einen Beitrag zur Gegenwart leisten, um allen Besuchern Hoffnung durch den christlichen Glauben zu vermitteln. Die Spenden der Zuhörer überließ er der Pfarrei für die anstehende Orgelrenovierung.

In seinem Grußwort meinte der Orgelmusiker. "Letztlich beabsichtige ich durch die Verbindung der Musik und des gesprochenen Wortes, dass jeder Hörer sich fragt und Antworten finden kann, was Liebe, Hoffnung und Glaube als ein Dreiklang für ihn selbst bedeuten". Zu jedem Thema passte jeweils ein Choral, der durch seinen Textinhalt das ausdrückt, was in der christlichen Botschaft wesentlich ist. Die folgenden freien Orgelkompositionen gaben dem Zuhörer die Möglichkeit, über das jeweilige Thema gedanklich zu reflektieren, und sollen in Corona-Zeiten des Abstandes und der Trübseligkeit etwas Hoffnung und das Gefühl zum Zusammenhalt im Glauben vermitteln.

Pfarradministrator Pater Waldemar Brysch begrüßte den Kirchenmusiker und Initiator mit herzlichen Worten. Der Pfarrer zeigte sich auch dankbar bei Kirchenpflegerin Martina Stumpf, die Organisatorin der Veranstaltung war und auch damit für die vorbildlichen Hygienevorkehrungen für die Einhaltung des Infektionsschutzgesetzes im Zuge der Corona-Pandemie verantwortlich, weshalb die Besucherzahl auch auf 40 beschränkt werden musste.

Nach dem Studium in München und Salzburg war Seidel unter anderem als Gastdirigent des Münchner Bach-, Oratorien- und NDR-Chors tätig. Er ist derzeit hauptberuflicher Kirchenmusiker in der Pfarrei St. Sebastian-Gilching bei München. Seit 2001 leitet der vielseitige Musiker die Orchester und Chorgemeinschaft Maria vom Guten Rat München. Eigentlich war geplant, dass Roberto Seidel mit seinem Chor in der Wallfahrtskirche auftritt, doch das ließ sich wegen der Corona- Auflagen nicht realisieren.

Desto mehr freut sich die Pfarrei, dass Roberto Seidel als Solist seine Heimat besuchte und hier Gutes für die Zuhörer und für die Renovierung der Orgel tut. Seidel folgte mit dem Motto Glaube, Liebe, Hoffnung den Worten des Heiligen Paulus im 13. Kapitel des Korintherbriefes: "Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, doch am größten unter ihnen ist die Liebe". Von der Orgel erklang Präludium und Fuge in D-Dur und Choralvariationen zum Lied "Wie schön leuchtet der Morgenstern" nach der Komposition von Dietrich Buxtehude. Zum Thema Hoffnung intonierte der Organist die Kantate von Johann Sebastian Bach: "Wär Gott nicht mit uns diese Zeit". Bach-Werke ertönten auch zum Thema Glaube, so Präludium und Fuge in C- Dur, Fantasie in G- Dur und der Choral "Ich ruf zu dir Herr Jesu Christ".

Den Abschluss bildete der Orgelvirtuose mit dem Allabreve in D-Dur, ebenfalls eine Bach- Komposition. Den langanhaltenden Beifall eines, von den Klängen, die der Organist aus dem Königsinstrument zauberte, faszinierten Publikums, belohnte Seidel mit zwei Zugaben.