Matthias Einwag Im vergangenen Jahr wurden Bühnen- und Zuschauerraum der Alten Darre umgestaltet. Die Kulturinitiative (KIS) war deshalb darauf angewiesen, in andere Lokalitäten auszuweichen. Zum 31. März soll dieser Veranstaltungsort jedoch wieder bespielbar sein, sagt KIS-Vorsitzender Hermann Hacker. Darauf sei das Jahresprogramm 2020 mit rund 30 Veranstaltungen bereits abgestimmt. Das Eröffnungskonzert, so Hacker, finde am 25. April statt: "Tango Argentino" mit Clementina Culzoni.

Ein Höhepunkt des Jahresprogramms, sagt Rosi Jörig, die Leiterin des Arbeitskreises Fotokunst, sei sicher die Multivisionsschau "Gute Bilder zu guter Musik", die wohl in der zweiten Jahreshälfte stattfinden wird.

"Väter - Söhne - Enkel"

Eine Fotoausstellung, die gemeinsam mit Quartiersmanager Michael Böhm im Rahmen des Stadtentwicklungsprojekts veranstaltet wird, trage den Titel "Bad Staffelstein im Wandel der Jahreszeiten". Zudem sei in der Planung, eine Fotoserie "Väter - Söhne - Enkel" zu erstellen. Es gehe darum, die Angehörigen dreier Generationen jeweils einer Familie gemeinsam auf einem Bild festzuhalten. Für beide Projekte brauche die KIS noch Menschen, die mitmachen. Ein entsprechender Aufruf werde in Kürze publiziert.

Einen eklatanten Mangel an Umweltbewusstsein und an Wissen über die Vorgänge in der Natur stellt Hermann Hacker bei vielen Zeitgenossen fest. Der pensionierte Förster möchte deshalb weiterhin einen Schwerpunkt bei der KIS-Themensetzung auf Natur und Umwelt setzen. "Die Naturverbundenheit ist bei vielen Menschen verloren gegangen", sagt er, denn sie säßen lieber vor dem Fernseher oder vor dem PC als hinaus zu gehen in die Natur. "Wenn ich etwas schützen will, dann muss ich es lieben - und wenn ich etwas liebe, dann will ich es kennen", fährt er fort.

Deshalb werde die KIS künftig noch mehr Veranstaltungen anbieten, die den Leuten die Schönheit der schützenswerten Landschaft am Obermain aufzeigt. "Am Staffelberg gibt es ein Flachmoor, das keiner kennt", macht Hacker deutlich. Solche landschaftlichen Besonderheiten, aber auch seltene Pflanzen und Tiere "wollen wir den Menschen zeigen und so ihre Naturverbundenheit wecken".

Und noch etwas steht bei der KIS in diesem Jahr auf der Agenda: Die Herausgabe eines weiteren Buches, in dem viele reich bebilderte Aufsätze enthalten sein werden. Hermann Hacker rechnet damit, dieses Buch im Herbst vorlegen zu können.