Guttenberg —  In der Gemeinde Guttenberg müssen die Bürger künftig erheblich mehr fürs Wasser bezahlen. Für den Kalkulationszeitraum 2021 bis 2024 hat die Firma Dr. Schulte/Röder die Wasserverbrauchsgebühren neu kalkuliert. "Bei einem geschätzten Verbrauch von 20 000 Kubikmeter erhöht sich die Gebühr pro Kubikmeter Wasser von 0,95 Euro auf 1,48 Euro", gab Andre Winkler von der Kommunalberatung bekannt. Außerdem wird in die Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung der Gemeinde Guttenberg neu eingefügt: "Zu den Beiträgen, Kostenerstattungsansprüchen und Gebühren wird die Mehrwertsteuer - aktuell 7 Prozent - in der jeweils gesetzlichen Höhe erhoben."

Mit acht Ja-Voten und bei Gegenstimme von Lothar Walter stimmte der Gemeinderat der neuen Verbrauchsgebühr zu. Der Grund der Erhöhung liegt vor allem in der fehlerhaften Kalkulation der Vorjahre.

Vorkalkulation abgelehnt

Die Neukalkulation für die Abwassergebühren ergab bei einer geschätzten Einleitungsmenge von 12 100 Kubikmeter eine Erhöhung von - 3,61 Euro aktuell - auf 5,49 Euro pro Kubikmeter Abwasser ohne Mehrwertsteuer. Dieses Ergebnis der Vorkalkulation lehnte das Ratsgremium einstimmig ab und bittet die Zahlen nochmals zu überprüfen sowie nach Lösungen für einen niedrigeren Abwasserpreis zu suchen. Auch hier sind fehlerhafte Kalkulationen aus den Vorjahren der Grund für die Erhöhung der Gebühren. Die Erhöhung des Abwassers wird somit rückwirkend zum 1. Oktober 2021 erfolgen. Bürgermeister Philip Laaber kündigte in Sachen neue Wasser- und Abwassergebühr eine Bürgerinfo an.

Drei Neubauten genehmigt

Marina Walter und Daniel Laubenzeltner werden auf dem Grundstück Flurnummer 377 ein zweigeschossiges Einfamilienhaus mit Satteldach und einer Wohnfläche von 136,75 Quadratmeter errichten. Das Grundstück liegt im rechtsverbindlichen Bebauungsplan "An der Breiten Wiese I" und stimmt mit dessen Festsetzungen nicht überein. Mit der kleinen Überschreitung der Baugrenzen sind die Nachbarn einverstanden, sagte Erster Bürgermeister Philip Laaber. Der Trinkwasseranschluss an das gemeindliche Wasserleitungsnetz erfolgt von der Jahnstraße. Dort verläuft auch der Mischwasserkanal, über den das anfallende Abwasser entsorgt wird. Der Gemeinderat stimmte dem Bauantrag einmütig zu und erteilte dem Bauvorhaben gleichzeitig das Einvernehmen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes.

Bürgermeister Philip Laaber informierte den Gemeinderat, dass die Eheleute Sirl auf dem Grundstück 379/15 des rechtsverbindlichen Bebauungsplanes "An der Breiten Wiese BA II" einen Wohnhausneubau planen. Mit Schreiben vom 5. August 2021 ist dafür eine Genehmigungsfreistellung nach Art. 58 der Bayerischen Bauordnung erteilt worden.

Gleiches gilt für das Bauvorhaben der Eheleute Knauer, die auf dem Grundstück 379/18 den Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Carport planen. Auch hierfür hat das Landratsamt Kulmbach die Genehmigungsfreistellung erteilt. "Wir dürfen stolz sein, dass in nächster Zeit gleich drei Bauvorhaben fertig werden", betonte Laaber.

Standort für Mobilfunkmast

Der Guttenberger Gemeinderat hat sich bereits 2019 mit der Möglichkeit einer Förderung von Mobilfunkmasten befasst. Von Vodafone und Telekom liegt nun eine Suchkreiszusammenfassung vor, wonach generell die Errichtung eines Mobilfunkstandortes in der Gemarkung Guttenberg möglich ist. In Frage kommt nach den Worten des Ersten Bürgermeisters Philip Laaber eine Teilfläche der Flurnummer 597 bei Torschenknock. Der Eigentümer dieses Grundstückes wurde bereits über den möglichen Standort informiert und erklärte sich damit einverstanden. Der Guttenberger Gemeinderat beschloss einen Antrag zur "Förderung des Ausbaus der Mobilfunkversorgung im Freistaat Bayern" zu stellen.