Ein Herzstillstand könne jeden treffen. Schnelle Hilfe könne die Rettung bedeuten. Denn ein plötzlicher Herztod werde zu 80 Prozent durch Herzkammerflimmern verursacht, erklärte der Weilersbacher Allgemeinarzt Dr. Detlev Hollatz, als er Vorstandsmitgliedern des SV Gloria Weilersbach einen Defibrillator überreichte. Dieses Gerät, der automatisierte externe Defibrillator, kurz AED genannt, komme im Notfall zum Einsatz, um das Herz wieder zum Schlagen zu bringen. Das Wichtigste sei jedoch, bevor das Gerät angewendet wird, eine Herzdruckmassage, betonte der Mediziner. Bedient werden könne der "Defi" von jedem Laien.

Den Anstoss für die Anschaffung dieses lebensrettenden Geräts hatte SV-Vorstandsmitglied Detlef Schneider. "Wenn Sportbetrieb mit zig Spielern, Zuschauern und Besuchern sei und plötzlich einer umfalle, ist ein AED unbedingt notwendig", zeigte sich Schneider überzeugt. Auf seine Initiative hin legten mehrere Sponsoren 1500 Euro zusammen. Mit diesem Geld konnte mithilfe von Dr. Hollatz ein Defibrillator im Wert von 1250 Euro angeschafft werden, der Rest des Geldes wird für die Jugendarbeit verwendet.

Im Rahmen eines Vereinsfestes am Gloria-Gelände überreichte Hollatz nun das Gerät offiziell an den Vorsitzenden Matthias Kapp und an Detlef Schneider. Da das AED-Gerät zugänglich und jederzeit nutzbar sein soll, ist als Standort der Eingangsbereich des Sportheimes vorgesehen. dia